Freitag, 9. Dezember 2016

[Buchspecial Tag 2] Interview mit Claudia Winter auf der Frankfurter Buchmesse






Auf der Buchmesse durfte ich die supersympathische Autorin Claudia Winter interviewen. Das Interview hat mir unheimlich Spaß gemacht. Danke an Barbara Hennig vom Goldmann Verlag, dass ich die Chance dazubekommen habe. Es hat so viel Spaß gemacht und ich hätte noch viel länger mit Claudia und Barbara zusammensitzen können. 

Claudia habe ich schon einen Tag vorher beim Autorensofa getroffen und das hat mir ein wenig meine Nervosität genommen. Denn man ist ja doch immer ein wenig aufgeregt. 

Durch Claudias Eltern, die gehörlos sind, hat sie schon sehr früh mit dem Lesen und Schreiben 4-5 Bücher die Woche gelesen und angefangen selber zu schreiben, Kurzgeschichten und Gedichte. In der Realschule hat eine Lehrerin das potenzial in Claudia Winter gesehen und sie in einen Verein geschickt „Förderung des hochbegabten Kindes“, dort konnte sie an Workshops und Vorlesewebbewerbe teilnehmen. In der Pubertät kam dann das Tagebuchschreiben zum Einsatz, aber ansonsten sind andere Dinge interessanter gewesen. Claudia denkt zwar, das will keiner Lesen, aber das könnte bestimmt auch ganz interessant sein ;-).
angefangen. Ihr Vater hatte große Angst, dass sie benachteiligt sein könnte, und hat dafür gesorgt, dass sie es früh genug lernt. In der Grundschule hat sie schon

Aprikosenküsse hat Claudia anfangs als Selfpublisher rausgebracht. Bis dahin war sie mit 3 Romanen in einem Kleinverlag in Berlin und hat sich sehr zuhause gefühlt. Es war eine tolle Basis um Erfahrungen zu sammeln. Von Anfang musste sie sich keine Sorgen machen was Veröffentlichungen und Termine angeht, sie hatte keinen Druck. Der Verlag hat sie einfach machen lassen, was eine schöne Basis war, um sich weiterzuentwickeln. Doch als sie Aprikosenküsse geschrieben hat, hat sie das Gefühl gehabt, das ist es. Das Buch, mit dem sie vielleicht mehr Leser und Herzen erreichen kann. Sie hat es mehreren Verlagen und Agenturen angeboten aber keiner wollte es haben. "Es ist sehr schwer als unbekannter Autor", sagt sie. Daher hat sie es einfach alleine als Selfpublisher versucht. Die Werbung und die Vermarktung muss der Autor natürlich selber organisieren aber Claudia hatte schon eine „Fangemeinde“ die ihr Buch unbedingt lesen wollte. Social Media Kanäle helfen da sehr. Aprikosenküsse hat es dann in die TopTen der Amazonliste geschafft. Da war sie natürlich sehr sehr sichtbar und es kam eins zum anderen. Es kam die Agentur und dann ging es Schlag auf Schlag und sie ist Gott sei Dank beim Goldmann Verlag gelandet.

Bildquelle: Goldmann Verlag
In beiden Romanen "Aprikosenküsse" aber auch in „Glückssterne“ geht es viel ums Essen. Daher wollte ich wissen, warum das so ist. Claudia selber isst unheimlich gerne, auch wenn man es ihr nicht ansieht. Sie möchte dem Leser ein gutes Gefühl geben. Ein Wohlfühlbuch braucht Liebe, einen tollen Ort, Freundschaft, Familie und es ist untrennbar mit Genuss und gutem Essen verbunden. 

Schottland hat sie schon immer interessiert und sie wollte einen Gegenpol zum warmen Italienfeeling in Aprikosenküsse schaffen. Da es auch um einen „Road Trip“ in „Glückssterne“ geht, hat sich Schottland gut dafür geeignet. Sie wollte einen Schottlandroman schreiben und hat sich überlegt, wie es jemanden aus Deutschland dorthin verschlagen könnte. Das mit dem Ring kam spontan, weil es ein bisschen mystisch ist und gut passte, witzig sollte es aber auch sein ... da kam eins zum anderen. Selbstverständlich hat sie eine Recherchereise unternommen. Ganz alleine ist sie nach Schottland geflogen und hat sich einen Mietwagen genommen. „Es war ganz großartig“. Dort hat sie sich bei einer Gastfamilie eingemietet, die ganz großartig war, von dort hat sie auch die Rezepte für das Buch bekommen. 

Bri und Li, die Großtanten von Josefine unserer Protagonistin in „Glückssterne“ gab es wirklich. Die Nebenfiguren sind immer etwas Besonderes in Claudias Geschichten, das ist ein schöner Weg um die Hauptfigur zum Schillern zu bringen. Bri und Li sind in Wirklichkeit die Schwestern von der Großmutter von Claudias Mann. Seine Großmutter hieß Martha und das ist im Buch die Adele von Meeseberg und Martha hatte tatsächlich Zwillingsschwestern, die Brigitte und Lieselotte hießen, genannt Bri und Li, wie im Buch. Die sind nicht eins zu eins adaptiert, Claudia hat eigene Persönlichkeiten aus ihnen gemacht. 

Ihr nächstes Buch ist schon in den letzten Zügen. Es ist nochmal ein besonderes Buch für sie. Sie glaubt, dass ihre Bücher reifer werden und die Themen und die Geschichten komplexer werden. Was sehr viel Energie kostet. Es geht um Claire, einer Nebenfigur aus "Aprikosenküsse". Mehr dazu gibt es die Tage im „Geheimprojekt, Autoren plaudern aus“ was noch im Special vorkommen wird. 

Vielen lieben Dank an Dich liebe Claudia, es hat mich sehr gefreut, Dich persönlich zu treffen und so viel von Dir zu erfahren. 



Gewinnspielzeit: 

Am Ende des Specials könnt ihr ein signiertes Exemplar von "Glückssterne" gewinnen. Der Goldmann Verlag hat mir eines zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. 
Ihr müsst jeden Tag nur aufpassen und den farbigen Buchstaben notieren und mir am Ende per Mail die Antwort mit dem Betreff: "Glückssterne" an glizilein[at]googlemail.com senden.
Zeit habt ihr bis zum 18.12.16 um 18 Uhr. 

Beantwortet mir auch folgende Tagesfrage: Welche Frage würdet ihr gerne mal Claudia Winter stellen?


Kommentare:

  1. Hi Vanessa,

    ich würde Claudia Winter nach ihrem Lieblingsrezept fragen. :-)

    Buchstabe 2 ist notiert!

    Liebe Grüße, Tina
    http://tinaskleinebuecherwelt.blogspot.de/

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  2. Hallo ,

    Meine Frage an der Autorin wäre : Hat Claudia Winter ein Vorbild ?
    Kann sich Claudia Winter vorstellen mit einem anderen Autor ein Buch zu schreiben ?

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  3. Hallo,

    mich würde interessieren, was ihr Lieblingsbuch ist und ob sie sich davon auch inspirieren lässt :)

    LG

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  4. Hallo Vanessa,

    da fällt mir nichts dazu ein. Das ist der Grund, warum ich selten/nie Autoreninterviews mache. Ich liebe es zwar, mich mit ihnen zu unterhalten, aber mir fallen einfach keine Fragen ein, die sie bestimmt nicht schon 100x gehört haben. :-)

    Liebe Grüße
    Debbie

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