Samstag, 17. Juni 2017

[Rezension] Als ich dich suchte von Lauren Oliver


Bildquelle: Carlsen Verlag



Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 355158351X
ISBN-13: 978-3551583512
Empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Übersetzer: Katharina Diestelmeier



Die Schwestern Dara und Nick sind unzertrennlich, obwohl sie komplett verschieden sind. Doch nach einem Unfall ändert sich alles. Sie reden nicht mehr miteinander und gehen sich aus dem Weg. Als Dara dann auch noch verschwindet, macht sich Nick große Sorgen um ihre Schwester und will rausfinden, was passiert ist.


In „Als ich dich suchte“ lernen wir die beiden Schwestern Nick und Dara kennen. Sie sind beste Freundinnen und fest verbunden, obwohl man sofort merkt, dass sie total unterschiedliche Charakterzüge haben. 

Die Geschichte ist in mehreren Perspektiven geschrieben. Es gibt Kapitel von Dara und auch von Nick. Allerdings stand für mich Nick viel mehr im Vordergrund und ist daher eher die Hauptperson. Dann gibt es Kapitel „Davor“ und „Danach“, also vor dem Unfall und danach. Diese Wechsel haben mir richtig gut gefallen. Sowas mag ich immer gerne und die Autorin schafft es, dass man gut mitkommt. 

Donnerstag, 15. Juni 2017

[Rezension] Seelenhauch von Annie J. Dean

Bildquelle: Carlsen Verlag




eBook Ausgabe: 439 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-646-30010-9
Kaufen? *klick*



Helen wird von ihren WG-Bewohnerinnen überredet, beim Gläserrücken mitzumachen. An sowas wie Geister glaubt Helen überhaupt nicht. Doch irgendwie ist danach alles anders und Helen spürt, dass irgendwas nicht stimmt. Ein Geist hat sich an ihre Fersen geheftet und führt sie zum gutaussehenden Elias. Zusammen wollen sie das Geheimnis aufdecken.


Dies ist meine erste Geschichte aus dem Dark DiamondsVerlag ein Label vom Carlsen Verlag und die Autorin Annie J. Dean konnte mich mit „Seelenhauch“ überzeugen. 

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Die Autorin schafft es viel Gefühl, Dramatik und eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Manchmal wurde es richtig düster und man spürt die Veränderung in der Umgebung sofort. Dieses schaudernde Gefühl zu verursachen, fand ich richtig genial. 

Sonntag, 11. Juni 2017

[Blogger-Mitmachaktion] Mehr Aufmerksamkeit für... #45



Hallo zusammen,

Jeder der mag kann an dieser Aktion teilnehmen. Sucht euch ein Buch aus das mehr Aufmerksamkeit verdient hat und stellt es vor. Den Link könnt ihr dann in die Kommentare eintragen. Ich bin sehr gespannt welche Bücher ihr auswählt.


Hier kommt mein heutiges Buch:


Samstag, 10. Juni 2017

[Rezension] Possessions – Liebe bis ins Jenseits von Sara Flannery Murphy

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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Arctis Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038800031
ISBN-13: 978-3038800033
Übersetzer: Cornelia Röser



Eurydice arbeitet als sogenannter Körper in der „Elysischen Gesellschaft“. Durch Pillen (Lotusse) wird macht ihr Körper Platz für verstorbene. Fremde können durch ihren Körper mit Toten Kontakt aufnehmen. Als Patrick mit seiner Frau reden möchte, passiert etwas mit Eurydice, denn sie will plötzlich mehr über diese Frau und auch über Patrick erfahren. Etwas völlig Untypisches für sie. 






Sara Flannery Murphy greift in „Possessions – Liebe bis ins Jenseits“ ein Thema auf, was mich gleich fasziniert hat. Dennoch hat es ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte reinkam. Was wohl irgendwie an der Art unserer Protagonistin Eurydice lag. 

Eurydice arbeitet in der Elysischen Gesellschaft als „Körper“ und genau das sind sie, Menschen, die ihre eigenen Gefühle hinten anstellen, teilweise verdrängen, und nur ihren Körper, zur Verfügung stellen. Alles nur, damit Besucher der Organisation mit Toten Familienmitgliedern Kontakt aufnehmen können. Die Idee ist erfrischend und die Gesellschaft fand ich sehr interessant. Eurydice passt perfekt in die Rolle des Körpers, denn Gefühle zeigt sie keine. Man bekommt aber Bruchstücke zugeworfen, dass irgendwas in ihrer Vergangenheit passiert sein muss. 

Montag, 5. Juni 2017

[Rezension] Camp 21 – Grenzenlos gefangen von Rainer Wekwerth

Bildquelle: Arena Verlag




Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401601776
ISBN-13: 978-3401601779
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre




Im Erziehungscamp „Camp 21“ werden Mike und Kayla mit elektronischen Armbändern verbunden. Entfernt sich einer zu weit, erhalten sie quälende Schmerzimpulse. Doch es gelingt ihnen die Flucht. Es beginnt eine Jagd um Leben und Tot, sowie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.




Auf der Frankfurter Buchmesse wurde mir „Camp 21 – Grenzenlos gefangen“ von Rainer Wekwerth vorgestellt. Es hat sofort mein Interesse geweckt und ich wusste, das Buch muss ich lesen. 

Ein Camp für Schwererziehbare Jugendliche verspricht Spannung, Auseinandersetzungen und Geheimnisse. Genau das hat mir Rainer Wekwerth beim Lesen geboten. Obwohl es auch einige Kritikpunkte gibt, aber dazu später. 

Mike und sein Bruder Ricky werden von der Polizei angehalten. Am Ende landen sie im Erziehungscamp. Doch Ricky ist nirgends zu finden. Mike hört vom Camp 21, es soll dort noch härter zugehen, doch so schnell wird man da nicht hin verlegt. Mike muss sich was einfallen lassen, denn er will seinen Bruder unbedingt finden. Von Anfang an fand ich es schon sehr extrem, das beide überhaupt in ein Erziehungscamp kommen. Als Mike dann auch noch wegen einer Lappalie ins Camp 21 kommt, fand ich es ein wenig unglaubwürdig. Er geht nicht alleine und Kayla, die ihn überhaupt nicht ausstehen kann, muss mit. Sie ist ebenfalls aus unverständlichen Gründen im Camp. Man spürt die Antipathie der beiden. 

Im Camp 21 gibt es einige Regeln und die Jugendlichen müssen hart Arbeiten. Mike und Kayla sind mit elektronischen Armfesseln zusammengebunden. Sie können sich nicht weit voneinander entfernen. Als Leser ist der Schmerz förmlich übergegangen, als die Regeln gebrochen wurden. Insgesamt fand ich die Atmosphäre des Camps und auch die restlichen Jugendlichen gut rübergebracht. Manche lernt man ein wenig mehr kennen, andere weniger. Hier hätte ich mir manchmal noch mehr Persönlichkeit von manchen gewünscht. 

Was ich leider sehr schade fand, dass es Kayla und Mike viel zu einfach gemacht wurde. Es gab einige Ungereimtheiten und Situationen, die unglaubwürdig rüberkamen. Genauso wie die plötzliche Zuneigung zwischen den beiden. Das hat einfach nicht reingepasst.
Dafür hat mir der Schreibstil wiederum sehr gefallen. Dass die Kapitel im Erzählstil abwechselnd aus Sicht von Mike und Kayla geschrieben wurden, fand ich sehr gelungen. 

Zum Schluss überschlägt sich alles ein wenig. Die Action und Spannung hielt mich ans Buch gefesselt. Für meinen Geschmack hätte das alles ein wenig früher passieren können aber dafür fand ich die recht lange Einleitung am Anfang auch sehr interessant.




Insgesamt hat mir „Camp 21 – Grenzenlos gefangen“ von Rainer Wekwerth gut gefallen. Die Idee mit dem Erziehungscamp für Jugendliche wurde gut umgesetzt. Es bleiben keine Fragen offen, doch leider gab es auch einige Ungereimtheiten, die mir ein wenig den Lesespaß genommen haben. Ein Jugendbuch, das interessant ist, aber leider zu wenig Stolpersteine zurechtlegt. 


 
(Ich gebe dem Buch 3 von 5 Feen)

Sonntag, 28. Mai 2017

[Rezension] Winterseele. Kissed by Fear von Kelsey Sutton

Bildquelle: Ravensburger Verlag




Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473585084
ISBN-13: 978-3473585083
Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Übersetzerin: Ursula Held




Elizabeth kann sich nicht erinnern, jemals Gefühle für irgendwas oder irgendwen zu spüren. Sie ist gefühllos. Dafür kann sie Emotionen wie Freude oder Mitleid in menschlicher Gestalt sehen. Besonders Fear – die Angst, versucht Elizabeth immer wieder aus ihrer gefühllosen Welt zu befreien.




Winterseele – Kissed by Fear von Kelsey Sutton ist so erfrischend anders. Die Idee Emotionen als menschliche Gestalten in eine Geschichte einzubringen hat mir unheimlich gut gefallen. Genauso wie unsere Ich-Erzählerin Elizabeth. Die Autorin schafft es, in ihrem Schreibstil die Emotionslosigkeit von Elizabeth so deutlich rüberzubringen, dass es für mich schon manchmal schwer war, dies zu akzeptieren. Oft habe ich mir gewünscht, sie würde aus ihrer kalten Welt ausbrechen.


„Ich weiß nicht, wie man fühlt. Ich weiß nicht, wie befreiend die Trauer, wie selbstvergessen die Freude, wie erleichternd die Wut ist. Und natürlich empfinde ich keine Neugier für diese Gefühle“ (Zitat, Seite 13).


Fear, die Emotion der Angst, versucht immer wieder Elizabeths Gefühle zu durchbrechen. Denn ihm gefällt Elizabeth sehr. Er ist ein großer und wichtiger Bestandteil der Geschichte. Genauso wie Elizabeths beste Freundin und auch Joshua, ihr Klassenkamerad. Die Charaktere genauso wie die Emotionen sind sehr schön beschrieben. 

Die Atmosphäre, düster und geheimnisvoll, lässt einen das Buch nicht zur Seite legen. Genauso wie die lebhaften Träume die Elizabeth durchlebt. Man spürt, dass hinter Elizabeth etwas mit einer großen Macht her ist. Allerdings gibt es auch manche Längen in der Geschichte, doch zum Glück nicht allzu oft. 

Elizabeth versucht, so „normal“ wie möglich zu wirken. Doch das klappt leider nicht richtig. In ihrer Familie wird sie gehasst, ihr Vater ist brutal und sie muss einiges einstecken. In der Schule ist sie der „Freak“. Kein leichtes Leben und mir tat sie oft sehr leid, obwohl ich wusste, dass sie keine Gefühle empfindet. Als Leser empfindet man diese aber sehr stark. 

Die Liebesgeschichte konnte mich hier leider nicht so richtig überzeugen, dafür aber dann wieder das Ende, was auflöst, warum Elizabeth so ist, wie sie ist.




Winterseele – Kissed by Fear ist trotz einer emotionslosen Protagonistin, voller Emotionen. Die düstere Atmosphäre und das Geheimnis um Elizabeth Sorgen dafür, dass man das Buch ungern zur Seite legt.

 
(Ich gebe dem Buch 4 von 5 Feen)