Mittwoch, 31. August 2022

[Rezension] Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders von Charlotte Blum








Bildquelle: Fischer Scherz Verlag

 
Historischer Krimi
Band 1 
Seiten: 416
Verlag: Fischer Scherz
Autorinnen: Charlotte Blum
ISBN-13: 978-3651001114


(Werbung da Rezensionsexemplar)



Baden-Baden 1922. Das Fräulein vom Amt Alma Täuber hört zufällig ein Gespräch beim Telefonschalten mit, in dem es um einen erledigten Auftrag bei den Kolonnaden geht. Dort wurde tatsächlich eine Frau ermordet aufgefunden. Niemand will Alma bei der Polizei glauben, bis auf Kommissaranwärter Ludwig Schiller. Zusammen begeben sie sich immer näher auf die Spur des Mörders.


  
Als ich von „Fräulein vom Amt“ gehört habe, war klar, das muss ich lesen. Nicht nur den Beruf, den Alma Täuber ausübt, fand ich interessant, sondern auch, dass es 1922 spielt, hier in Baden-Baden.

Alma hört zufällig beim Telefonschalten von einem Auftrag, der bei den Kolonnaden erledigt wurde. Hier wurde eine Frau ermordet aufgefunden, für Alma steht fest, das ist kein Zufall. Der Kommissaranwärter Ludwig Schiller ist, der einzige bei der Polizei der ihr glaubt und hilft. Genauso wie ihre Mitbewohnerin Emmi und Almas Cousin.

Die Idee hinter der Geschichte fand ich ausgezeichnet. Obwohl ich länger gebraucht habe, um darin zu versinken, konnte es am Ende vollends überzeugen. Einige Kapitel waren mitreißend und voller Spannung, andere hingegen zogen sich etwas, für meinen Geschmack durch zu viele Detaillierte Beschreibungen der Umgebung.

Die Charaktere sind großartig, alle sind gut ausgearbeitet und jeder hat das Gewisse Etwas. Die eigenständigen Ermittlungen von Alma sind nachvollziehbar und sie beweist eine Menge Mut. Szenen aus der Unterwelt liest man begierig. Aber auch das Leben von Alma und Emmi ist keinesfalls langweilig. Die Mischung ist hier sehr gut gewählt.

Das Ende ist völlig anders als erwartet und glänzt mit einem Schockierenden Moment.

Voller Vorfreude warte ich jetzt auf den nächsten Teil, der hoffentlich wieder eine fesselnde Geschichte bereithält.

„Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders“ glänzt nicht nur mit starken Charakteren, sondern auch mit spannenden Ermittlungen. Ein historischer Krimi, der insgesamt für packende Lesestunden sorgt.


(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Dienstag, 30. August 2022

[Rezension] Der 13. Mann von Florian Schwiecker und Michael Tsokos








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

 
Taschenbuch
Seiten: 336

Verlag: Knaur TB
Autoren: Florian Schwiecker, 
        Michael Tsokos
ISBN-13: 978-3-426-52844-0


(Werbung da Rezensionsexemplar)



  
„Der 13. Mann“ besticht mit einem Thema, das vor Grauen einen die Haare zu Berge steigen lässt.

Rocco Eberhard kann kaum fassen warum Timo Krampe in seiner Kanzlei ist. Timo Krampe gehört zum damaligen Granther-Experiment, wo Berliner Jugendämter die Kinder zu pädophilen Männern vermittelt haben. Zusammen mit seinem Freund Jörg wollte er ein Interview an die Presse geben. Doch kurz zuvor liegt dieser auf dem Tisch des Rechtsmediziners Justus Jarmer.

Dieses Thema ging mir sehr nahe. Immer wieder spukte es in meinen Kopf und auch jetzt, ist es einfach unfassbar schockierend. Noch schlimmer für mich, da im Nachwort steht, dass es wirklich ein ähnliches Experiment gegeben hat. Der Fall ist sehr spannend beschrieben, genauso wie die Fakten und Ermittlungen, schlüssig waren.

Die Charaktere sind ebenfalls sehr gut gezeichnet. Wieder wurde ein wenig Privatleben preisgegeben, allerdings nicht allzu viel. Der Fall stand ganz eindeutig im Vordergrund.

Man rast durch die Seiten und es gibt sogar gegen Ende eine Auflösung, mit der man nicht rechnet. Das hat mir gut gefallen. Was mir nicht zugesagt hat, war, wie bestimmte Akten plötzlich wieder aufgetaucht sind. Hier hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht. Es wurde in „Die 7. Zeugin“ wie auch hier in „Der 13. Mann“ von einer geheimen Ermittlung, in der Roccos Vater auch eine Rolle spielt, geschrieben. Doch kam leider dazu nichts weiter. Das fand ich sehr schade und eigentlich habe ich die ganze Zeit darauf gewartet.

Das Gerichtsverfahren, was gegen Ende stattfand, fand ich authentisch beschrieben und man konnte der Verhandlung folgen. Es war schlüssig und natürlich bin ich auf weitere Fälle von Rocco Eberhard und Justus Jarmer gespannt. 
 

„Der 13. Mann“ hat ein erschreckendes Thema, was einen noch länger verfolgen wird. Ein spannender Justiz-Krimi, den man nicht mehr beiseitelegen kann.

 
(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Samstag, 27. August 2022

[Rezension] Eines Tages für immer von Clare Empson








Bildquelle: blanvalet Verlag

 
Taschenbuch
Seiten: 480

Verlag: blanvalet
Autorin Clare Empson
Übersetzung: Karin Diemerling
ISBN-13: 978-3734108037


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In „Eines Tages für immer“ geht es um Luke, der seine leibliche Mutter Alice kennenlernt. Als Baby wurde er adoptiert. Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Luke im heute und Alice im damals geschrieben. Man erlebt, wie es Luke geht und in der Vergangenheit erging. Was er sich mit dem Kennenlernen seiner Mutter erhofft.

Genauso lernt man Alice kennen, wie sie als junge Frau ihre erste große Liebe erlebt hat, wie viel Glück sie erfand, aber auch Traurigkeit und wie es zur Adoption kam. Die Kapitel von damals aus Alice Sicht fand ich sehr viel interessanter und tiefgehender. Hier konnte ich mit fühlen. Luke konnte ich zwar verstehen, auch dass er eifersüchtig ist, weil seine Mutter lieber mit seinem Sohn intensive Zeit verbracht hat. Doch irgendwie kamen die Emotionen nicht richtig bei mir an. Es ist teilweise sehr nüchtern geschrieben.

Für meinen Geschmack gab es kaum Momente, die ein wenig Spannung aufgebaut haben. Etwas Unerwartetes wäre schön gewesen. So plätschert die Geschichte anfangs ein wenig vor sich hin. Durch die kurzen Kapitel kommt man jedoch schnell voran.

Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, wie Luke seine Mutter gefunden hat, doch leider wird das nicht aufgeklärt, was ich schade fand.

Das Ende war dann doch recht überraschend und insgesamt war es eine schöne Geschichte.


„Eines Tages für immer“ fand ich auf der einen Seite sehr schön, aber auf der anderen Seite kamen oft die Emotionen nicht bei mir an. Ein eher ruhiger Roman.
 
 

(Ich vergebe 3 von 5 Feen)

Dienstag, 23. August 2022

[Rezension] Max und die Feuerwehr von Christian Tielmann und Sabine Kraushaar








Bildquelle: Carlsen Verlag

 
Bilderbuch
Seiten: 32
Verlag: Carlsen
Illustrationen: Sabine Kraushaar
Autor: Christian Tielmann
Alter: ab 3 Jahren
ISBN-13: 978-3-551-51976-4


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In „Max und die Feuerwehr“ geht es um einen kleinen Junge, der die Welt entdeckt. Es gibt eine ganze Reihe rund um Max und seine Freunde, mit verschiedenen Themen. Für uns ist es das erste Buch, das wir gelesen haben und wir werden auf jeden Fall noch weitere Teile lesen. Im Buchregal steht schon „Max und die Polizei“. Feuerwehr und Polizei sind hier heißbegehrt, kein Wunder das die Bücher einziehen mussten.

In diesem Buch muss die Feuerwehr anrücken, weil eine Katze im Baum feststeckt und ein Mülleimer im Park qualmt. Aber auch einen Tag bei der Feuerwehr dürfen wir zusammen mit Max und seiner besten Freundin Pauline erleben. Es werden sehr viele Sachinfos kindgerecht vermittelt und das gefällt mir sehr gut. So erfährt das Kind, wie verschiedene Brände gelöscht werden oder welche Tricks die Feuerwehrleute haben, um schneller beim Einsatzort zu sein. Alles verpackt in eine Geschichte, wo sich das Kind selber wiederfindet.

Die Illustrationen gefallen mir unheimlich gut. Alles ist groß gezeichnet und nicht zu viel Drumherum, was Aufmerksamkeit einnimmt. Vorne im Buch werden die wichtigsten Personen von Max gezeigt, auch wenn sie nicht in allen Teilen gerade eine Rolle spielen.


„Max und die Feuerwehr“ ist eine schöne Geschichte mit vielen Informationen rund um die Feuerwehr. Bestens geeignet für alle kleinen Feuerwehrfans.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

[Rezension] Wann ist bald? Rille und die Geduld von Fee Krämer und Nikolai Renger








Bildquelle: Thienemann esslinger

Bilderbuch

Seiten: 34
Verlag: Thienemann esslinger
Illustrationen: Nikolai Renger
Autorin: Fee Krämer
Alter: ab 3 Jahren
ISBN-13: 978-3-480-23764-7


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„Wann ist bald? Rille und die Geduld“ ist unser erstes Bilderbuch rund um den im Dschungel lebenden sympathischen Gorilla.

In diesem Buch findet Rille ein Ei und muss sich in Geduld üben, bis da etwas schlüpft. Dabei kommt immer wieder die Frage auf, wann ist bald? Anfangs noch allein, sind bald immer mehr Tierfreunde von Rille, um das Ei versammelt. Gemeinsam überlegen sie, wie sie das Ei schneller zum Schlüpfen bekommen, überlegen wild, was es sein könnte und brüten es am Ende gemeinsam aus, sodass es sogar eine Seite im Hochformat passend zur Szene gibt. Kurz vor der Enttarnung des Ei Inhaltes soll man zählen und muss eine eingeklappte Seite aufschlagen, damit die Spannung nochmal steigt. Da es ein Mitmachbuch ist, werden auch immer wieder Fragen an den Leser gestellt. Das bereitet natürlich noch mehr Spaß und es wird hier gerne mitgemacht. Die Aufmachung des Buches ist sehr abwechslungsreich gestaltet.

Die Illustrationen von Nikolai Renger sind schön anzuschauen. Besonders die großen, runden Augen der Tiere verleihen ihnen das gewisse Etwas. Der Hintergrund und die Farben sind passend zum Dschungel. Zwischen den voll illustrierten Seiten gibt es auch eine Abfolge kleinerer Szenen, was ich hervorragend finde.

Insgesamt ist es eine grandiose Geschichte, die man gerne vorliest. Man hat Spaß, darf mitmachen, lernt etwas über die Geduld und den Zusammenhalt mit Freunden. 
 
 

Nachdem wir dieses Buch rund um Rille und die Geduld gelesen haben, werden wohl noch weitere Bände des niedlichen Gorillas bei uns einziehen.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 20. August 2022

[Rezension] Auf welchen Po hüpft der Floh? von Sabine Praml und Pina Gertenbach








Bildquelle: magellan Verlag

 
Pappbilderbuch
Seiten: 16
Verlag: magellan
Illustrationen: Pina Gertenbach
Autorin: Sabine Praml
Alter: ab 2 Jahren
ISBN-13: 978-3-7348-1602-4


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„Auf welchen Po hüpft der Floh“ ist ein witziges Buch über einen Floh, der auf Nahrungssuche ist. Er weiß genau, alle Tiere bekommen um 6 Uhr Abendessen, also will es der Floh auch versuchen. Doch bei keinem der Tiere wird er fündig. Wird immer wieder vertrieben und am Ende bleibt nur noch einer übrig.

Der Text ist gereimt, kurz und lässt sich nach mehrmaligen lesen immer flüssiger lesen. Der Floh wird immer einmal in groß als Nahaufnahme gezeigt, wie er sich auf sein Essen freut oder es schiefgeht. Dieses Ärgernis sieht man auch sehr schön im Gesicht des Flohs, das hat Pina Gertenbach zeichnerisch gut eingefangen. Insgesamt sind die Tiere und die vielen liebevollen Details im Hintergrund hübsch anzusehen. Mir gefällt es auch sehr, dass der Floh in der „Normalaufnahme“ als kleiner schwarzer Punkt gezeigt wird und man manchmal genau hinschauen muss, wie in der Realität.

Dass der Bauer ihn am Ende an seinem Bein lässt und denkt er wäre für alle da, fand ich irgendwie nicht so toll, dennoch ist es witzig, vor allem die Nahaufnahme, wie der Floh sich mit den Beinhaaren zudeckt. Also insgesamt ein humorvolles Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren. 
 
 

Der kleine Floh, der auf Nahrungssuche ist und auf die Tiere hüpfen möchte, sorgt für einige lustige Momente während des Lesens und Anschauen des Pappbilderbuches.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 13. August 2022

[Rezension] Mein erstes Naturwimmelbuch Tiere am Wasser von Sibylle Schumann und Lucy Barnard








Bildquelle: Esslinger Verlag


Seiten: 16

Verlag: Esslinger
Autorin:  Sibylle Schumann
Illustrationen: Lucy Barnard
Alter: ab 2 Jahren
ISBN-13: 978-3480237968


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„Mein erstes Natur-Wimmelbuch Tiere im Wasser“ ist ein wunderbares Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren.

In diesem Buch geht es um die Tiere, die am und im Wasser leben. Ob am Teich, Fluss, am Bach, im und über dem See oder am Meer ist alles dabei. Sehr schön ist es, dass es mal um Tiere unter Wasser geht oder um Tiere, die dort zwischendurch kurz rast, machen. Genauso finde ich die Auswahl der verschiedenen Tierarten sehr schön gewählt.

Das Wimmelbuch ist nicht allzu überladen, trotzdem gibt es eine Menge zu entdecken. Die Illustrationen, die von Lucy Barnard gezeichnet sind, sind naturgetreu, dennoch niedlich und kindgerecht. Die Farben passen sehr schön zusammen und alles wirkt im Einklang. An der Seite gibt es eine Leiste, mit den Tieren, die man suchen soll, diese sind auch benannt.

Auf jeder der Doppelseiten gibt es einen kleinen informativen Text, dieser ist kurz gehalten und verständlich. Am Ende des Buches gibt es noch ein kleines Suchspiel, was ich eine tolle Idee finde und hier gerne gemacht wird.

Ein rundum tolles Natur-Wimmelbuch über Tiere am Wasser. Es wird nicht unser letztes Buch dieser Reihe sein. Sehr empfehlenswert!

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)