Sonntag, 18. September 2016

[Rezension] Elanus von Ursula Poznanski



Bildquelle: Loewe Verlag



Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Loewe (22. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785582315
ISBN-13: 978-3785582312 
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre











Inhalt:

Jona kann mit seiner selbstentwickelten Drohne jeden überwachen und abhören. Doch welches Geheimnis er dadurch entdeckt, bringt ihn selber in Gefahr. 


Meine Meinung:

„Elanus“ von Ursula Poznanski konnte mich mit dem Thema der Drohne im Zusammenhang mit Stalking gleich für sich gewinnen. Daher habe ich auf eine spannende Story gehofft, die ich teilweise auch bekam. 

Jona ist 17 Jahre und ein Wunderkind. Er glänzt mit seinem Intellekt und seiner schnellen Auffassungsgabe, hat dadurch ein Stipendium an einer Elite-Uni bekommen. Aus dem Grund zieht Jona zu einer Gastfamilie. Jona kommt unsympathisch rüber, was daran liegt, dass ihm zwischenmenschliche Beziehungen nicht liegen. Er eckt gerne mit seiner Art an. Mich persönlich konnte er als Charakter vollkommen überzeugen, sehr authentisch hat Ursula Poznanski diesen gezeichnet. Man muss kein Sympathieträger sein, um zu beeindrucken. Nach einiger Zeit freundet sich Jona mit zwei Personen an und das Zwischenmenschliche wird etwas besser. Die Entwicklung hat mir gut gefallen.

Die Idee mit der Drohne wurde gut umgesetzt. Es wurde alles laienhaft erklärt, wenn auch manchmal zu wiederholend. Da hätte man dem Leser mehr zutrauen können. 

Die Story ist packend aufgebaut. So wird man von einem Geheimnis ins nächste geworfen. Doch nur bruchstückhaft versteht man, worauf es hinauslaufen wird. Die Rätsel werden immer mehr und verworrener. Die Angst, die Jona nach einer gewissen Zeit verspürt, sprang auf mich über. Denn auch er wird beobachtet. Zudem verhalten sich seine Gasteltern immer merkwürdiger. 

Leider habe ich auch kleine Kritikpunkte. So verlief die Geschichte an manchen Stellen schleppend und der Sog hat mir gefehlt. Da habe ich wohl einfach mehr erwartet. Doch trotzdem liest sich das Buch durch den flüssigen Schreibstil schnell weg. 

Am Ende fügen sich alle Puzzleteile zu einem Ganzen und lässt keine Fragen offen. Obwohl ich mir eine andere Auflösung gewünscht hätte. 

Fazit:

Ursula Poznanski hat mit der Drohne „Elanus“ ein spannendes aktuelles Thema gewählt. Die Story ist packend aufgebaut. Doch leider an manchen Stellen eher schleppend. Jona als Protagonist konnte mich vollends überzeugen, auch wenn er kein Sympathieträger ist. Eine Geschichte voller Rätsel und Geheimnisse. 

 (Ich gebe dem Buch 4 von 5 Feen).

Freitag, 16. September 2016

[Blogtourankündigung] Dschihad Online von Morton Rhue






Hallo zusammen,

nach langer Zeit bin ich mal wieder dabei und nehme an einer Blogtour teil. Ihr könnt euch freuen, denn es geht schon morgen um 17 Uhr los! Also seid dabei, wenn es heißt „Dschihad Online“ von Morton Rhue. Es kennt bestimmt jeder den Autor, denn er hat „Die Welle“ geschrieben und schreibt auch sonst über Themen, die gerne mal verschwiegen werden. Es lohnt sich jedenfalls. 


Hier der Blogtour-Fahrplan:

Die Beiträge gehen täglich um 17 Uhr online! 


17.9.2016

Bianca von bibilotta.de
 

18.9.2016

Dschihad online
Michelle von www.mimos-welt.de
 

19.9.2016

Wenn Social Media nicht nur als Informationsquelle dient
Vanessa von www.buchtempel.net
 

20.9.2016

Historische Hintergründe
 

21.9.2016

 
 
Bewerbung bis einschließlich 22.9. möglich

23.9. Gewinnerbekanntgabe
 
 Es gibt 5x das Buch "Dschihad Online" als Printexemplar zu gewinnen!
 
 
 
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß bei der Blogtour! 

 
 
Dies ist eine Blogtour über die Netzwerk Agentur Bookmark 


http://www.netzwerk-agentur-bookmark.de/

 
 

Sonntag, 11. September 2016

[Blogger-Mitmachaktion] Mehr Aufmerksamkeit für... #31


Hallo zusammen,

heute ist es mal wieder so weit! Ein neues Buch was mehr Aufmerksamkeit verdient hat, stelle ich euch vor! Bin gespannt was dir dazu sagt.




Stelle uns das Buch vor, dass mehr Aufmerksamkeit verdient hat:

„Mein wildes Leben zwischen Laufsteg und Swingerclub“ ist die Biografie von Lexy Hell. In diesem Buch erfährt man die Geschichte der Sandra Müller, wie sie zu Lexy Hell, dem Tattoo-Model wird.


Wie bist Du selber darauf aufmerksam geworden?

Der Verlag Eden Books hat mich angefragt, ob ich das Buch lesen möchte.
 
Was hat Dir besonders gut an dem Buch gefallen?

Die Geschichte ist Schonungslos geschrieben. Zudem kommt sie sehr ehrlich rüber. Die Kapitel aus dem Swingerclub haben das Ganze ein wenig aufgelockert, denn in Lexy Hells Leben ist nicht alles nur heiter gewesen.

Gibt es eine Rezension zum Buch?
Die gibt es: *klick*

Warum sollte man das Buch deiner Meinung nach unbedingt lesen?

Wer gerne mal Biografien liest, sollte „Mein wildes Leben zwischen Laufsteg und Swingerclub“ eine Chance geben. Denn es ist sehr interessant zu lesen, wie Sandra Müller zur Lexy Hell geworden ist. Ihre Familienverhältnisse, die Tattoos, ihr Werdegang als Model und ihren Beruf als Bardame im Swingerclub werden gut durchleuchtet. 



Hier die Regeln schnell und einfach:

1. Übernimm das Logo von oben und setze es in deinem Beitrag ein.
2. Wenn du magst, benutzte die Hashtags, falls du den Beitrag teilst: #BloggerMitmachaktion #MehrAufmerksamkeitfür
3. Such dir ein Buch aus, dass viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Benutze die Fragen dazu oder schreib einfach einen Text.
4. Schreib in deinem Beitrag, dass du die Aktion auf meinen Blog gefunden hast, und verlinke ihn.
5. Wenn du Spaß hast, poste jeden zweiten Sonntag deinen Beitrag :-).

Donnerstag, 8. September 2016

[Rezension] Nur ein Tag von Gayle Forman




Bildquelle: Fischer FJB



Broschiert: 432 Seiten
FISCHER FJB; 
Auflage: 1 (22. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841421067
ISBN-13: 978-3841421067 
Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Just One Day
Übersetzer:  Stefanie Schäfer







Inhalt:

Allyson ist mit ihrer Freundin auf einer Europareise unterwegs. Diese hat sie zu ihrem Abschluss bekommen, bevor es jetzt aufs College geht. Im Zug trifft sie Willem wieder, ihn hat sie schon zuvor in einem Theaterstück gesehen. Als sie am Bahnhof stehen, wird Allyson klar, wie gerne sie mal Paris sehen würde und Willem nutzt diese Chance und lädt sie sofort ein. Nach kurzem Zögern willigt sie ein und wagt sich an dieses für sie untypische Abenteuer. Sie schiebt die Vernunft beiseite und begibt sich für einen Tag zusammen mit Willem nach Paris.

Meine Meinung:

„Nur ein Tag“ von Gayle Forman konnte mich anfangs sehr begeistern. Allyson war mir sehr sympathisch und eher schüchtern und zurückhaltend. Ihre Freundin musste sie immer überreden, während ihrer Europreise mal über die Stränge zu schlagen. Als sie in einem Freilichttheater in England, auf den Schauspieler Willem trifft, spürt Allyson schon eine Veränderung in sich.
Später im Zug treffen sie zufällig wieder aufeinander. Als ihre Wege sich trennen sollten, beschließen die beiden gemeinsam für nur einen Tag nach Paris zu reisen. 

Plötzlich ist Allyson, diejenige, die von Willem nur noch Lou genannt wird. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich Allyson in eine abenteuerlustige Person. Den wahren Namen erfährt Willem erst gar nicht. Allyson spielt die perfekte Lou, die so ganz anders, als die langweilige Allyson ist.

Den Tag in Paris habe ich genossen. Gemeinsam erlebt man mit Willem und Allyson einen schönen Tag. Doch die Gefühle kamen bei mir nicht an. Eine richtige Verliebtheit habe ich nicht gespürt.
Allyson entwickelt sich in eine Richtung, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Sie war immer wieder skeptisch, was Willem angeht und ihre Eifersucht ist sehr extrem. Aber sie spricht diese Dinge nie an. Über Allyson erfahren wir auch so einiges, aber Willem hält sich doch sehr bedeckt. Zwar merkt sie das, aber wirklich wahrhaben will sie es nicht. 

Die Autorin hat einen flüssigen und leichten Schreibstil, der einen nur so durch die Seiten fegen lässt. Bildlich stellt sie uns alles genau dar, sodass man das Gefühl hat, selber in Paris zu sein.

Nachdem sie gemeinsam die Nacht verbracht haben, taucht Willem nicht mehr auf. Allyson ist am Boden zerstört und ab hier, fängt sie leider an zu nerven. Denn diesen Tag hat sie nie verkraftet. Sie suhlt sich im Selbstmitleid. Fragt sich immer wieder, was an diesem Tag nur geschehen ist. Sie vernachlässigt ihr Studium, ihre beste Freundin und auch die Familie meidet sie. Keiner soll sehen, wie schlecht es ihr seitdem geht. Neue Freunde will sie erst gar nicht finden und so ist sie allein auf dem College. Alles ändert sich ein wenig, als sie ihre Studienfächer ändert. Denn durch den Kurs rund um Shakespeare hat Allyson das Gefühl, Willem näher zu sein. 

Allyson versucht alles, um Willem zu finden. Das gestaltet sich allerdings schwer, da sie nicht viel über ihn weiß. Doch sie gibt nicht auf. Diese Hartnäckigkeit habe ich sehr bewundert. Obwohl ich es auch unglaublich bescheuert fand, das sich ihre Gedanken überhaupt noch um Willem drehen.

Dafür hat die Autorin uns zusammen mit Allyson auf Reise geschickt. Zusammen mit ihr landen wir in New York und auch in Holland machen wir Halt. Das hat mir gut gefallen. Zudem erleben wir auch ein wenig das Leben auf dem College. 
Ebenfalls hat mir der rote Faden rund um Shakespeare gefallen, obwohl ich selber nicht ganz so viel damit anfangen kann. Leider muss ich aber auch sagen, dass es einige Durststrecken gibt und mir Allysons Art nicht gefallen hat. 
Die Idee der Autorin fand ich sehr schön, aber an der Umsetzung hat es hier, meiner Meinung nach gehapert. 

Fazit:

Insgesamt gesehen fand ich „Nur ein Tag“ von Gayle Forman eine recht schöne Geschichte. Leider hat sie einige Schwachstellen, sei es Allysons Art, Szenen, die nur so dahinplätschern oder Gefühle, die bei mir nicht ankamen. Trotzdem hatte ich einige nette Lesestunden. Eins kann ich schon verraten „Und ein ganzes Jahr“ hat mir wesentlich besser gefallen. 


(Ich gebe dem Buch 3 von 5 Feen).

Mittwoch, 31. August 2016

[Rezension] Ghetto Bitch von Gernot Gricksch


Bildquelle: Dressler Verlag


Gebundene Ausgabe: 
320 Seiten
Verlag: Dressler (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791500066
ISBN-13: 978-3791500065 
 Alter: 14 - 17 Jahre
Homepage des Buches: *klick*








Inhalt: 

Nele lebt im angesagten Villenviertel in Hamburg. Sie wird für ihren Freund beneidet und auch sonst ist Nele sehr beliebt. Doch nach den tot ihres Vaters, hinterlässt dieser nur Schulden und sie verlieren alles. Sie müssen in die Hochhaussiedlung zu den „Assis“ ziehen. Doch wie wird Nele sich dort zurechtfinden? 

Meine Meinung:

Gernot Gricksch zeigt in seinem Jugendbuch „Ghetto Bitch“, das Luxus nicht unbedingt auf Dauer bleibt. Zumindest geht es Neles Familie so. Aus dem Reichenviertel geht es direkt ins Assiviertel. Doch bevor es dort hingeht, beschließen Nele und ihre Mutter, die Freunde und Bekannte anzulügen. Keiner soll erfahren, dass sie jetzt pleite sind und der verstorbene Vater nur Schulden hinterlassen hat. Für Nele bricht eine Welt zusammen. Ihr Bruder, der eher ein Außenseiter ist, sieht das alles ganz anders, er will es für einen Neustart nutzen. 

Erst denkt man, Nele würde es nie schaffen sich anzupassen. Doch sie gewöhnt sich recht schnell an die Situation. Zwar hat sie oft Angst und ihre Vorurteile aber trotzdem schlägt sie sich gut durch und findet neue Freunde. 

Der Autor zeigt im Verhalten und auch im Sprachstil die Unterschiede der Gegenden. Hier im „Ghetto“ gibt es Gangs und der Umgang ist ein wenig rauer. Zwar sehr krass aber auch knallhart verdeutlicht. Doch Gricksch zeigt auch ganz klar den Zusammenhalt in dieser Gegend.
Im Erzählstil kommt eher Nele zu Wort. Aber auch von Timo wird erzählt. Denn auch er muss sich einfinden und die richtigen Entscheidungen für sich treffen. 

Beide merken, dass die Leute gar nicht so schlimm sind wie erwartet. Vor allem Nele muss ihre Vorurteile beiseiteschieben. Besonders Rick hat es ihr angetan, obwohl er eigentlich mit seinem täglichen Kiffen so gar ihren Erwartungen entspricht und immer unsicher ist. So hat er aber auch eine einfühlsame Art an sich. 

Mit einer Prise Humor aber auch Ernsthaftigkeit habe ich „Ghetto Bitch“ gelesen. Einige Szenen bestehen aus typischen Klischees und man erahnt schon einiges zu Anfang. Leider gibt es auch keine großartigen Überraschungsmomente, aber für mich war das nicht notwendig. Dafür glänzt der Autor mit seinem Schreibstil und Umgangston. 

Bei einigen Charakteren hätte ich mir noch mehr Infos und Tiefgang gewünscht. Denn manche Charaktere bleiben einfach auf der Strecke, obwohl sie viel Raum im Buch einnehmen. Trotzdem konnte mich die Geschichte gut unterhalten. 

Fazit: 

Gernot Gricksch ist mit „Ghetto Bitch“ ein Jugendbuch gelungen, das aufzeigt, wie schnell ein Luxusleben vorbei sein kann. Wie man sich in einem neuen ungewohnten Viertel behaupten muss. Dabei hat er sich zwar an einige Klischees bedient, was aber einfach zur Story gepasst hat. 


 (Ich gebe dem Buch 4 von 5 Feen).