Samstag, 13. August 2022

[Rezension] Mein erstes Naturwimmelbuch Tiere am Wasser von Sibylle Schumann und Lucy Barnard








Bildquelle: Esslinger Verlag


Seiten: 16

Verlag: Esslinger
Autorin:  Sibylle Schumann
Illustrationen: Lucy Barnard
Alter: ab 2 Jahren
ISBN-13: 978-3480237968


(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
„Mein erstes Natur-Wimmelbuch Tiere im Wasser“ ist ein wunderbares Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren.

In diesem Buch geht es um die Tiere, die am und im Wasser leben. Ob am Teich, Fluss, am Bach, im und über dem See oder am Meer ist alles dabei. Sehr schön ist es, dass es mal um Tiere unter Wasser geht oder um Tiere, die dort zwischendurch kurz rast, machen. Genauso finde ich die Auswahl der verschiedenen Tierarten sehr schön gewählt.

Das Wimmelbuch ist nicht allzu überladen, trotzdem gibt es eine Menge zu entdecken. Die Illustrationen, die von Lucy Barnard gezeichnet sind, sind naturgetreu, dennoch niedlich und kindgerecht. Die Farben passen sehr schön zusammen und alles wirkt im Einklang. An der Seite gibt es eine Leiste, mit den Tieren, die man suchen soll, diese sind auch benannt.

Auf jeder der Doppelseiten gibt es einen kleinen informativen Text, dieser ist kurz gehalten und verständlich. Am Ende des Buches gibt es noch ein kleines Suchspiel, was ich eine tolle Idee finde und hier gerne gemacht wird.

Ein rundum tolles Natur-Wimmelbuch über Tiere am Wasser. Es wird nicht unser letztes Buch dieser Reihe sein. Sehr empfehlenswert!

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Donnerstag, 11. August 2022

[Rezension] Das St. Alex - Nachtleuchten von Anne Lück








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

Taschenbuch:
Band 1/?
Seiten: 400
Autorin: Anne Lück
Verlag: Knaur TB
ISBN-13: 978-3-426-52894-5


(Werbung da Rezensionsexemplar)



 
Das St. Alex – Nachtleuchten ist eine Geschichte, die länger im Gedächtnis bleibt, mich allerdings leider nicht komplett überzeugen konnte.

Samira ist auf der Kinder-Palliativstation des Berliner St. Alex Krankenhauses als Krankenschwester tätig. Neben ihrer beruflichen Leidenschaft kümmert sie sich um ihre drei jüngeren Brüder. Zwei davon wohnen bei ihr.
Das komplette Gegenteil ist der junge Assistenzarzt Louis. Er braucht sich keine Gedanken um Geld machen und hat all seine Freiheiten.

Die Geschichte und der flüssige Schreibstil haben mir insgesamt gut gefallen. Wie Samira und Louis sich näher kommen, war schön zu erleben. Die Vorurteile, die Samira anfangs hatte, konnten beseitigt werden und man hat aus beider Leben einiges erfahren können. Mir hat nur hin und wieder das knistern zwischen ihnen gefehlt. Genauso hat mir der Krankenhausalltag, und eine Patientengeschichte, die eingebaut wurde, sehr gefallen.

Doch bedauerlicherweise hatte Samira, auch wenn sie eine sehr starke Persönlichkeit ist, für meinen Geschmack einfach zu viele Probleme. Geldsorgen, drei kleine Brüder, um die sie sich kümmert, die alle irgendwelche Schwierigkeiten haben, eine Mutter, die unmöglich ist und dazu hat sie immer wieder das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Als sie dann endlich mal an sich gedacht hat, einen Moment des Glückes, was man ihr sehr gegönnt hat, wurde dies wieder mit Sorgen und Ängsten überschattet. Es war teilweise einfach traurig und schwermütig. Ein wenig mehr Leichtigkeit, ein paar Probleme weniger, hätte der Geschichte gutgetan.

Sehr gespannt bin ich jetzt auf Band 2 „Das St. Alex – Tagmond“, was im Herbst 2022 erscheinen wird. 
 
 

Das St. Alex – Nachtleuchten glänzt mit einer sehr starken Protagonistin, die für meinen Geschmack leider zu viele Probleme hatte und mir dadurch ein wenig der Lesespaß genommen wurde. Dennoch werde ich die Reihe weiterverfolgen.


(Ich vergebe 3 von 5 Feen)

Samstag, 6. August 2022

[Autoren-Interview] Interview mit Silke Böschen zum Buch „Träume von Freiheit – Ferner Horizont“ Homer 2022

 

 

 

Hallo liebe bookies!

Heute habe ich ein tolles Interview für euch! Im Zuge der Homer Historische Literatur 2022 Nominierungen, durfte ich nicht nur das Buch "Träume von Freiheit – Ferner Horizont“ lesen, sondern auch der Autorin Silke Böschen dazu ein paar Fragen stellen.

Schaut unbedingt auch bei "Frau Goethe liest" vorbei. Dort gibt es ein Interview mit der Autorin Johanna von Wild!

(c)Privat
Herzlich willkommen, liebe Silke! Danke, dass du dir die Zeit für meine Fragen nimmst und herzlichen Glückwunsch zur Nominierung! 


Bitte stell dich doch in 3 kurzen Sätzen vor:

Ich bin 53 Jahre alt (ab Juni), habe zwei Töchter (11 u. 13) und bin verheiratet. Seit über 30 Jahren arbeite ich als Journalistin, die meiste Zeit davon beim Fernsehen. Nach der Geburt meiner ersten Tochter begann ich mit der Recherche zu „Träume von Freiheit – Flammen am Meer“ - es dauert beinahe 10 Jahre, bis aus der ersten Idee ein echtes Buch wurde.

Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, sollte unbedingt auf der Homepage vorbeischauen: *klick*
 

 

 

 

Wie bist du auf die Idee von „Träume von Freiheit – Ferner Horizont“ gekommen?

 

Das Besondere an meiner Arbeit als Schriftstellerin ist, dass ich auch meine journalistische Erfahrung mit einbringe – das heißt, ich recherchiere sehr aufwendig. Bei meiner Vorarbeit für Band I von „Träume von Freiheit“ bin ich auf das Schicksal der Florence de Meli gestoßen. Die „echte“ Florence war eine Freundin meiner „echten“ Hauptfigur Cecelia aus Band I. Florence‘ Scheidung in New York war in den 1880er Jahren aufsehenerregend. Darüber gibt es Zeitungsartikel aus jener Zeit.


Was reizt dich besonders historische Romane zu schreiben?

 

Mich hat Geschichte immer interessiert. Wie haben die Menschen früher gelebt? Wie sind sie mit den Problemen ihrer Zeit umgegangen?  Was können wir heute noch von ihnen lernen? Wenn ich mich von wahren Begebenheiten inspirieren lasse, komme ich mir bei der Recherche manchmal vor wie eine Detektivin… Und ich habe tatsächlich eine Lupe im Schreibtisch, einige uralte Schriften sind sonst kaum zu entziffern.  

Wie lange hast du insgesamt am Roman geschrieben und wie viel kommt noch zusätzlich an Recherchearbeit dazu?

 

An „Ferner Horizont“ habe ich rund 1,5 Jahre geschrieben. Ein Großteil ist in der Corona-Zeit und während der verschiedenen Lockdowns entstanden. Meine Töchter waren im Homeschooling, mein Mann und ich saßen im Home-Office. Da bin ich oft morgens um 5 Uhr aufgestanden und habe die ersten 2-3 Stunden des Tages am Roman gearbeitet. Damit ich Ruhe hatte. Die Recherche läuft manchmal parallel, aber für sich gesehen kommt wohl noch einmal ein halbes Jahr Vorarbeit dazu.

Was ist dir beim Schreiben besonders schwergefallen?

Ich versuche, diszipliniert zu arbeiten. Einfach losschreiben. Manches landet dann auch im Papierkorb. Anderes gelingt. Der innere Kritiker darf nicht zu laut werden. Er kann lähmen. Und ich muss den Überblick behalten über alle Figuren, ihre biografischen Daten, etc. Damit es zum Schluss stimmig und korrekt ist. Zum Glück guckt später meine sehr geschätzte Lektorin noch einmal konzentriert auf das Manuskript.


Während des Lesens kamen mir die Tränen, ging es dir während des Schreibens ähnlich?

Ja, auch mich nimmt manche Szene beim Schreiben mit. Als Florence beispielsweise nur heimlich ihre Kinder in Dresden beobachtet und sich nicht zeigen darf. Eine schreckliche Vorstellung, die eigenen Kinder zurücklassen zu müssen und jahrelang nicht wiederzusehen.

Was mir auch sehr nahe gegangen ist, war das Thema „Psychiatrie im 19. Jahrhundert“. Hier habe ich mit vielen Medizin-HistorikerInnen gesprochen, war im Psychiatrie-Museum in Riedstadt in Hessen und in der Anstalt in Pirna, die auch im Buch vorkommt. Dazu habe ich Tatsachenberichte aus jener Zeit gelesen. Es gab so bedauernswerte Schicksale. Sie haben mich lange beschäftigt.


Gibt es Szenen, die eigentlich ins Buch sollten, am Ende aber doch gestrichen wurden?

Nein, es sind sogar noch Szenen dazugekommen! Weil meine Lektorin Susanne Tachlinski sehr aufmerksam und auch kritisch liest, machte sie mich darauf aufmerksam, dass der Übergang von Florence’ Flucht aus Europa und ihrem anschließenden Start in den USA etwas zu abrupt passierte. Also habe ich mich mit Florence noch etwas länger auf See „getummelt“. Und die Überfahrt mit ihren Aufregungen und sonderbaren Begegnungen ein wenig ausführlicher geschildert.

Liest du dir Rezensionen zu deinen Büchern durch?

Ja. Mich interessiert es, wie meine Geschichten auf die LeserInnen wirken, was gefällt, was nicht. Ich schreibe ja nicht nur für mich. Und ich habe auf diesem Wege auch schon gute Hinweise erhalten, die ich im nächsten Buch beherzigt habe.

Was kannst du uns über dein nächstes Projekt verraten:

Wieder geht es um das Schicksal einer Frau, die tatsächlich gelebt hat. Auch sie entstammt dem Dunstkreis der amerikanischen Kolonie in Dresden bzw. in ihrem Fall lebt sie eher in Berlin. Es ist die Geschichte einer sehr reichen Erbin aus den USA, die einen deutschen Grafen heiratet, und versucht in der Alten Welt – also Europa – Fuß zu fassen. Und wieder gibt es eine Verbindung zum Vorgängerbuch: Die neue Hauptfigur heißt Mae und ist ein Zögling von Florence de Meli, als diese später als Gesellschaftsdame ihr eigenes Geld verdient. In allen drei Bänden der Trilogie „Träume von Freiheit“ gibt es Verbindungen zwischen den Hauptfiguren (so wie es auch bei den wahren Frauen war, die mich zu den Romanen inspiriert hatten). Aber jedes Buch steht für sich – es sind keine Fortsetzungsgeschichten. 

 

Danke für deine wunderbaren Antworten. Damit ihr die Lesung heute um 15:30 Uhr nicht verpasst, findet ihr hier den Link zu YouTube:  https://youtu.be/6WD4-0vko-Q 

 

Alle Links zu den jeweiligen Lesungen auf You Tube findest du hier:

Petra Schier: https://youtu.be/AXTgJzRDiyA 

Mac P. Lorne: https://youtu.be/44oLsScAFWQ

Johanna von Wild: https://youtu.be/k4LjD8k7OgU

Silke Böschen: https://youtu.be/6WD4-0vko-Q

René Anour: https://youtu.be/EYlRJr3OpbE

René Anour: https://youtu.be/r6KUcsablsI

Birgit Hermann: https://youtu.be/AOgqRYxMcig

Marco Hasenkopf: https://youtu.be/GmJMGhliLZA

Maria W. Peter: https://youtu.be/if7ftaIGJTo

Juliane Stadler: https://youtu.be/jsex4AXWCB8

Ulf Schiewe: https://youtu.be/rEtSgDXgDCE