Sonntag, 29. Oktober 2023

[Rezension] Elefantin Elfi, die Insekten Forscherin von Sharon Rentta









 

Kinderbuch
Seiten: 32

Verlag: Gerstenberg
Illustrationen: Sharon Rentta
Übersetzung: Leena Flegler
Alter: ab 4 Jahren
ISBN-13: 978-3-8369-6218-6

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Eigentlich mag das Elefantenkind Elfi keine Insekten, bis an dem Tag wo sie die Raupe namens Kaiser-Schwalbenschwanz kennenlernt. Ab dem Tag möchte sie Insektenforscherin werden.

Was für eine wundervolle Geschichte, um Kindern Insekten vorzustellen. Hier gibt es so einige, die man kennenlernt. Genauso begeistert wie unsere Elfi im Buch ist, wird hier zugehört beim Vorlesen. Manchmal wird das Buch auch einfach nur durchgeblättert und hier und da wird eine Frage während des bestaunen des Insektes gestellt. Man lernt kindgerecht den Nutzen, was sie besonderes gut können und vor allem, wie stark die kleinen Tiere sind. Die Raupe wird später zu einem wunderschönen Schmetterling und das wird ebenfalls sehr gut gezeigt.

Die Illustrationen sind schön anzusehen, an manchen Stellen hätte ich mir die Insekten etwas detaillierter gezeichnet gewünscht, aber insgesamt sind die Zeichnungen sehr schön, weich und harmonisch dargestellt.

Am Ende des Buches wird noch mal der Lebenszyklus von Kaiser-Schwalbenschwanz gezeigt und geschrieben, dass die Geschichte von berühmten Insektenforscher:innen inspiriert ist, drei werden vorgestellt.

 
Ein wunderschönes Buch rund um Insekten, die viel häufiger eine Hauptrolle in Büchern spielen sollten.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Donnerstag, 12. Oktober 2023

[Rezension] Willkommen im Hotel zur grünen Wiese - Das Insektenhotel mit Herz von Rüdiger Bertram und Christiane Fürtges









 

Vorlesebuch
Seiten: 128

Verlag: cbj
Illustrationen: Christiane Fürtges
Autor: Rüdiger Bertram
Alter: ab 6 Jahren
ISBN-13: 978-3570179918

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
"Willkommen im Hotel zur Grünen Wiese – Das Insektenhotel mit Herz", was vom Grashüpfer Adlon geleitet wird. Hier ist jeder Willkommen und wird mit Respekt behandelt. Zusammen mit Margot, der Fliege als Köchin, die Glühwürmchen, die auch in der Nacht für Licht Sorgen und der Ameise Alexa als Zimmermädchen können sich die Gäste hier wohlfühlen.

Es ist ein buntes Treiben in diesem wunderbaren Insektenhotel. Eine Spinne, die Dauergast ist, ein Mistkäfer, der seine geliebte Kugel nicht mit aufs Zimmer nehmen soll und dann noch der Bienenhofstaat, der demnächst einfliegt. Es ist immer was los und auch Tumult gibt es mal im Hotel. Diese Geschichte ist ganz zauberhaft. Man lernt die Hotelgäste näher kennen und der Grashüpfer Adlon hört die Geschichten immer gerne, denn er selber traut sich nicht in die Weite Welt hinaus.

Die Geschichte ist schön zum Vorlesen und keinesfalls langweilig. Es ist eine unterhaltsame Geschichte, die viel zu bieten hat und es wird sogar ein Gast vermisst, der gemeinsam gesucht wird. Zusammenhalt und Respekt werden hier großgeschrieben.

Sehr schön wird auch aufgezeigt, dass die Insekten Angst vor uns Menschen haben, was Leser:innen hoffentlich hier und da zum Nachdenken anregt.
 

 
Wir waren gerne Gäste im Hotel "Zur grünen Wiese" und haben uns rundum wohlgefühlt. Hoffentlich gibt es bald einen zweiten Band.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Mittwoch, 11. Oktober 2023

[Rezension] Wie ein Stern in mondloser Nacht - Die Geschichte einer heimlichen Heldin von Marie Sand








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

 

Historischer Roman
Seiten: 304

Verlag: Droemer TB
Autorin: Marie Sand
ISBN-13: 978-3-426-30910-0

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Marie Sands hat hier eine wunderschöne, berührende Geschichte aufs Papier gezaubert.

Die Geschichte spielt in den 1950er-Jahre in Berlin. Der Grad zwischen Arm und Reich ist enorm und Henni Bartholdy lebt zusammen mit ihrer Mutter und Bruder in einer kleinen Wohnung sehr ärmlich. Sie muss einige verdammt traurige Schicksalsschläge einstecken und von heute auf morgen für sich alleine sorgen. Henni weiß genau, was sie will, und zwar Hebamme werden.

Mit Bravour erreicht sie ihr Ziel und hilft sehr vielen Frauen sich auf ihre Geburt vorzubereiten und Babys zur Welt zu bringen. Man spürt ihre Leidenschaft, wie sie auf die werdenden Mütter eingeht und auch die Liebe zu jeden neuen Erdenbürger. Doch es gibt auch Schattenseiten, Frauen, die ihre Babys nicht wollen und dafür gibt es die verschiedensten Gründe. Henni stellt eine Apfelsinenkiste vor ihr Geburtshaus und da ist sie, die erste „Babyklappe“. Sie hat Hilfe von ihrer ersten großen Liebe, dem reichen Ed von Rothenberg, der, wie nicht anders zu erwarten, Arzt geworden ist.

Doch befinden wir uns nicht nur im Jahre 1950, sondern auch im Jahre 2000, wo eine junge Frau als Adoptivkind antworten sucht. Liv ist für eine Reportage der offiziellen Babyklappe in Berlin unterwegs. Doch nicht nur das treibt sie an, sondern auch die Frage, wo sie eigentlich herkommt.

Diese zwei tiefgehenden Geschichten berühren und ja, ich musste sogar ein paar Tränchen vergießen. Es ist eine so wunderbare Geschichte, die über so viel Liebe, aber auch so viel Verlust und Trauer berichtet, dass man sich kaum vorstellen kann, wie nah alles an der Wahrheit ist. Der Beruf als Hebamme damals wird hervorragend dargestellt und die ganzen Frauen, ob sie nun ihre Kinder haben wollen oder nicht, einfühlsam beschrieben. Dann kommt noch der Verlust bei Henni dazu und ihre verlorene große Liebe, die nie zu Ende war. Dies alles lässt diese Geschichte zu etwas Besonderen werden. Es ist eine Geschichte einer starken, grandiosen Frau, die man aufsaugt. 
 

Man fühlt diese Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Danke, liebe Marie Sands für diese wunderbare Geschichte einer Hebamme, die zur Heldin wurde.
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Freitag, 6. Oktober 2023

[Rezension] The way I used to be von Amber Smith









 

Young-Adult
Seiten: 384

Verlag: Adrian
Autorin: Amber Smith
Übersetzung: Ulrike Brauns
Alter: ab 14 Jahren
ISBN-13: 978-3985851423

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Was für eine Geschichte, die gefüllt ist mit vielen Gefühlen wie Wut, Selbsthass, Angst aber auch Liebe.

Eden versucht ihr Leben irgendwie wieder zu Leben. Nachdem sie von dem besten Freund, ihres Bruders vergewaltigt wurde, ist nichts mehr wie es mal war. Sie weiß genau, sie sollte darüber reden, aber schafft es einfach nicht. Sie zweifelt an sich, an Personen, die ihr nahestehen und versucht, mit aller Macht eine andere zu sein. Vom netten Mädchen hat sie die Schnauze voll, und sie entwickelt sich zu einer selbstzerstörerischen Persönlichkeit. Sie will keine Liebe empfinden, spielt mit den Jungs und trinkt gerne Alkohol. Das Verhältnis zu ihren Eltern wird noch schwieriger als es eh schon war, ihre beste Freundin entfernt sich immer weiter. Doch zwischendurch erlebt man dann immer wieder die Eden, die Gefühle kurz zulässt, die plötzlich mehr für einen Jungen empfindet, ihn aber erst recht auf Abstand hält.

Man spürt dieses Gefühlschaos sehr und auch was dieses schlimme Erlebnis der Vergewaltigung mit Eden gemacht hat. Es tat mir beim Lesen weh, damit meine ich nicht nur das, was ihr passiert ist, sondern auch das, was aus ihr geworden ist. Die Geschichte hat mich Wütend und Traurig zu gleich gemacht, tränen liefen mir während des Lesens und immer wieder hätte ich Eden gerne zur Vernunft gebracht. Ihre Eltern haben einen großen Teil versäumt und irgendwie waren diese für mich nicht greifbar, nicht liebevoll, vielleicht sogar nicht anwesend genug. Was ich mir allerdings gewünscht hätte.

Dieses Buch soll wachrütteln und anderen Mädchen den Mut machen, was zu sagen, sich nicht zu verstecken und nicht versuchen eine solche Tat zu verdrängen. Am Ende gibt es ein kurzes Nachwort und Hilfsangebote, an die man sich wenden kann, was ich sehr gut finde.
 

 
Edens Geschichte lässt einen nicht so schnell los. Besonders die Tatsache, dass vielen jungen Frauen schon so etwas Schreckliches widerfahren ist.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)