Dienstag, 5. Februar 2019

[Rezension] Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen von Anna Paulsen

Bildquelle: Penguin Verlag






  Taschenbuch Broschur Ausgabe:
Seiten: 336
Verlag: Penguin
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-328-10157-4





Matilda liebt ihren Job im Amt für nicht zustellbare Post. Sie ist für die Buchstaben K bis M zuständig. Durch Zufall entdeckt sie einen alten Liebesbrief, der ihr so nahe geht, dass sie unbedingt diesen Brief zustellen will. Egal wie schwer es wird. 



Bevor ich „Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen“ von Anna Paulsen gelesen habe, wusste ich gar nicht, dass es überhaupt ein Amt für nicht zustellbare Post gibt. Daher fand ich die Grundidee sehr erfrischend und was völlig neues. Zudem fand ich den Beruf an sich sehr interessant. Denn Matilda liest dadurch so einige Briefe und obwohl sie die Personen nicht kennt, lernt man sie trotzdem irgendwie ein wenig kennen.

So ungewöhnlich wie Matildas Arbeit auch ist, ist sie es selber als Protagonistin auch. Sie ist nicht die typische junge Frau. Sie lebt eher zurückgezogen, steht auf alte Möbel vom Flohmarkt, und kennt sich kaum mit Technik aus. Sie lebt in ihrer eigenen kleinen Traumwelt. Sie geht lieber Arbeiten als Wochenende zu haben. Matilda wächst einen schnell ans Herz. Und man liebt ihre leicht schrullige Art.

Während des Lesens merkt man wie Matilda sich weiter entwickelt. Sie empfindet mehr Freude und wirkt Lebensfroher. Durch den Unfall ihres älteren Nachbarn kümmert sich Matilda um diesen. Er hilft ihr auch dabei, den Empfänger des Liebesbriefes zu finden. Denn Matilda will den Brief unbedingt zustellen, so sehr hat er sie berührt. Wie ich finde, wächst sie sogar über sich hinaus und lässt nichts unversucht.

Die Nebencharaktere, wie die Arbeitskollegen und auch der Nachbar mit seinem Enkel, sind gut ausgearbeitet und authentisch.

Die Geschichte birgt so viele Überraschungen und der Schreibstil ist flüssig. Es geht um Liebe, Freundschaft und Gefühle und das alles ohne viel Kitsch. Das hat mir richtig gut gefallen.




„Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen“ von Anna Paulsen konnte auch mein Herz erwärmen. Eine tolle Grundidee, eine Protagonistin die nicht stereotypisch ist und eine Portion Liebe konnten mich begeistern. 


 
(Ich gebe dem Buch 4 von 5 Feen)

Mittwoch, 23. Januar 2019

[Rezension] Im Kopf des Mörders – Toter Schrei von Arno Strobel

Bildquelle: Fischer Verlag




Taschenbuch Ausgabe:
352 Seiten
Verlag: Fischer
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-596-70206-0



(Werbung da Rezensionsexemplar)

Für Kommissar Max Bischoff ist das schlimmste passiert, was er sich ausmalen konnte. Seine Schwester Kirsten wurde entführt. Der Entführer hat Max in seiner Hand, denn wenn er nicht das macht was er will, wird seine Schwester sterben.
Bischoff muss entscheiden, er oder seine Schwester?



Arno Strobel gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren und ich habe mich sehr gefreut „Im Kopf des Mörders – Toter Schrei“ vorab lesen zu dürfen.
Schon auf den ersten Seiten war ich mitten im Geschehen und wollte das Buch kaum zur Seite legen.

Dies ist der dritte Band rund um das Ermittler-Duo Max Bischoff und Horst Böhmer. Die Charaktere haben sich im Laufe der Zeit entwickelt, was natürlich dazu gehört aber trotzdem haben sie nicht ihre Charakterzüge verloren. Sie haben Wiedererkennungswert und das hat mir besonders gut gefallen. Insgesamt achtet Arno Strobel genauso darauf, dass die Umgebung gut beschrieben wird und man förmlich alles vor Augen hat.

In diesem Thriller findet sich Max Bischoff selber auf der Seite der Verdächtigen und muss um sein Leben bangen. Denn seine Kollegen wollen ihn festnehmen. Dadurch muss Bischoff immer auf der Hut sein, seine Alleingänge genau planen und schauen, wem er überhaupt vertrauen kann. Durch diese Hast und dieses Gefühl, bald schnappen sie dich, ist man selber während des Lesens im gewissen Rausch. Man fängt an schneller zu lesen, will endlich wissen, wer hinter alldem steckt. Dieser Nervenkitzel und die Spannung hält Arno Strobel die ganze Zeit aufrecht, für den Leser kaum aushaltbar. Dadurch rast man nur so durch die Geschichte.

Während des Lesens bekommt man immer kleine Einblicke vom Täter aber auch von Kirsten, die vermisste Schwester. Mir persönlich gefällt so was immer sehr gut. Der Mord des vorherigen Bandes wird kurz angerissen, aber auch wenn man diesen Teil vielleicht nicht gelesen hat, braucht niemand Angst haben gespoilert zu werden.

Immer wieder hat man einen Verdächtigen im Kopf. Verwirft es wieder und zweifelt an seine ersten Vermutungen. Irgendwann lag ich dann richtig, aber trotzdem konnte mich Arno Strobel am Ende überraschen.



„Im Kopf des Mörders – Toter Schrei“ von Arno Strobel konnte mich wieder vollends überzeugen. Für mich der beste Teil der Reihe. Spannung, Nervenkitzel und Action bis zum Schluss. Unbedingt lesen!

 
(Ich gebe dem Buch 5 von 5 Feen)

Sonntag, 6. Januar 2019

[Rezension] Holly und die Sache mit dem Wünschen von Kerstin Barth

Bildquelle: Amazon.de




Taschenbuch Ausgabe:
248 Seiten
Verlag: Books on Demand
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783752859904
ISBN-13: 978-3752859904
Ebefalls als eBook erhältlich




Holly wäre mit ihrem Leben rundum zufrieden wenn sie endlich ihre große Liebe finden würde. Silvester lässt sie eine Wunschrakete in den Himmel steigen und hofft so, auf ihren Traummann. Ihre Oma meldet Holly zu einer Kuppelshow an und widerwillig folgt sie dieser Idee. 


„Holly und die Sache mit dem Wünschen“ von Kerstin Barth ist eine kurzweilige Liebesgeschichte.

Kerstin Barth hat ihre Charaktere sehr schön gestaltet und ich mochte alle gerne. Insbesondere ihre Oma, die liebesvoll Oma Yoda genannt wird. Eine liebevolle Frau die ihre Enkelin sehr liebt.
Der Schreibstil ist flüssig und man liest die Geschichte in einen Rutsch.

Die Idee mit der Wunschrakete zu Silvester die Holly und auch ihre Freundin in den Himmel steigen lässt, fand ich recht niedlich. Genauso die Idee mit der  Kuppelshow. Dieser Teil hat mir am besten gefallen. Denn es kam authentisch und unterhaltsam rüber. Schade nur, dass dieser Teil so schnell zu Ende war.

Als Holly in Paris, der Stadt der Liebe ist, wird sie fast rund um die Uhr von einem Kamerateam begleitet. Das stört sie natürlich sehr und schon schleichen sie und Mr. Right, der irgendetwas zu verbergen hat, davon. Leider spürt man, dass  er was verheimlicht, nur Holly will es nicht so richtig wahr haben. Die Tage in Paris werden sehr schön beschrieben und ich mochte es, wie Holly und ihr Date sich anfreunden und gemeinsam die Stadt erkunden.

Die Auflösung mit dem Unbekannten fand ich Originell und mal was völlig anderes. Doch hier ging mir leider dann plötzlich alles zu schnell. Das Wiedersehen aus Gründen, die ich nicht richtig nachvollziehen konnte. Genauso wie die schnelle Anziehung und die Gefühle. Viel will ich hier nicht verraten aber wer das Buch gelesen hat, versteht hoffentlich, was ich meine. Hollys Stimmungsschwankungen fand ich manchmal auch ein wenig übertrieben und anstrengend aber trotzdem hat sie mein Herz erreichen können.
 

„Holly und die Sache mit dem Wünschen“ von Kerstin Barth ist eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch. Obwohl mir nicht alles zugesagt hat, habe ich dennoch Holly gerne begleitet. Ich werde bestimmt den zweiten Teil „Holly und die Sache mit der Liebe“ lesen.


 
(Ich gebe dem Buch 3 von 5 Feen)

Donnerstag, 1. November 2018

[Gastrezension] Pure Desire - Nur du von Mia Williams




Klappbroschur 299 Seiten
Verlag: Fischer
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596702916

Liz lebt mit ihren Schwestern in einem alten Holzhaus am wunderschönen Lake Tahoe. Doch auch das Leben am schönsten Ort der Welt kann hart sein. Seit dem Tod ihrer Eltern ist Liz für alles verantwortlich: ihre jüngeren Schwestern, das Haus und den verschuldeten Diner am See. Disziplin ist längst zu ihrer zweiten Natur geworden. Beziehungen? Liebe? Sex? Fehlanzeige.
Das ändert sich schlagartig, als sie Cole kennenlernt. Er ist sexy, selbstbewusst und lässt sie in einem leidenschaftlichen Strudel aus Verlangen und Gefühlen alle Regeln vergessen. Was Liz nicht weiß: Diese heiße Affäre könnte sie schon bald sehr viel mehr kosten als nur ihr Herz


Für einen Reihenauftakt war das Buch gar nicht so schlecht. Aber ich muss auch sagen, dass ich in diesem Genre schon bessere Bücher gelesen habe.
Mia Williams hat mit dem Lake Tahoe ein wundervolles Setting geschaffen. Schon alleine um in den Lake Tahoe einzutauchen lohnt sich das Buch schon. Und auch die Hintergrundstorys der Protagonisten waren, wie ich es in einem solche Buch erwarte.
Liz und ihre Schwestern waren mir auch von Anfang an sympathisch, aber aus irgendeinem Grund war mir das Buch zu oberflächlich.
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin immer wenn sie nicht mehr wusste was sie schreiben sollte einfach eine Sexszene rein geschrieben hat. Das waren mir persönlich leider zu viele. Und was noch schlimmer war: Diese Szenen haben für mich keine Gefühle transportiert. Schade. 
Trotz dieser Mängel werde ich aber natürlich Band 2 lesen. Es war für mich einfach nur ein durchschnittliches Buch. 


Ein schönes Buch, bei dem aber noch Luft nach oben ist ;)

Montag, 8. Oktober 2018

[Rezension] Verborgen – Der erste Fall für Gefängnisärztin Eva Korell von Anna Simons

Bildquelle: Penguin Verlag




Taschenbuch Ausgabe:
Verlag: Penguin
Sprache: Deutsch
Seite: 432
ISBN-13: 978-3-328-10289-2




Eva freut sich auf ihren Neustart in München. Als Gefängnisärztin wird sie diesen beginnen. Doch bevor sie überhaupt richtig ankommt, wird sie in einen Kriminalfall verwickelt. Hätte sie doch nur der Frau eines Inhaftierten zugehört. Doch plötzlich ist sie verschwunden und Eva macht sich große Sorgen. Sie versucht im Alleingang rauszukriegen, was passiert sein muss und begibt sich damit in Gefahr.

Der Auftakt der neuen Serie, rund um Gefängnisärztin Eva Korell hat mich gleich angesprochen. Schon alleine die Idee und das Setting versprechen Spannung. Die Autorin, Anna Simons hat gezeigt, was in ihr steckt und einen grandiosen Start hingelegt.

Unsere Protagonistin ist eine taffe und selbstbewusste Frau. Eva will endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen und nach vorne Blicken. Doch so einfach wird es Eva nicht gemacht. Nicht nur, dass sie eine Frau medizinisch versorgt, die ein wenig ängstlich und voller Verletzungen ist. Auch im Gefängnis will der erste Patient seine Grenzen austesten. Als besagte Frau auch noch plötzlich verschwindet, obwohl sie einen Tag vorher, Eva etwas Wichtiges sagen wollte, macht sie sich Vorwürfe.

Wie Eva Korell mit der ganzen Geschichte umgeht und wie sie versucht, Licht ins Dunkle zubekommen, hat mir sehr gut gefallen. Alles war logisch und gut durchdacht. Wir bekommen einen Einblick von Evas Umfeld und auch von ihrer neuen Arbeit. Die Szenen im Gefängnis wirken so Real, fast so, als wenn man mit ihr zusammen dort arbeitet.
Insgesamt schafft es Anna Simons den Spannungsbogen die ganze Zeit zu halten. Durch einige Wechsel der Blickwinkel, die immer mal wieder auftauchen, wurde dies noch erhöht.

Natürlich erfahren wir auch einiges von der Vermissten, Nicole, die es in ihrem Leben nicht einfach gehabt hat. Aber auch die beste Freundin von Eva kommt sehr schön zur Geltung. Man hat die Charaktere vor Augen und bangt und hofft mit ihnen förmlich mit.

Die eigenständigen Ermittlungen aber auch die, der Behörde sind schlüssig und passend.

Anna Simons hat Brutalität, Spannung aber auch einiges an Gefühl in diese packende Geschichte gesteckt. Man spürt die Energie beim Lesen. Das Buch wollte ich gar nicht zur Seite legen.  Es hat mich regelrecht gepackt!

Ein grandioser Auftakt, ich  bin jetzt schon auf die nächsten Teile gespannt. Denn man möchte unbedingt wissen, wie es mit unserer Gefängnisärztin weitergeht. Dort wird es bestimmt nicht langweilig.


Verborgen – Der erste Fall für Gefängnisärztin Eva Korell von Anna Simons verspricht eine aufregende und spannende Serie.  Mit ihrem Auftakt zeigt die Autorin, was in ihr steckt und fesselt den Leser mit ihrer packenden Geschichte. 

 
(Ich gebe dem Buch 5 von 5 Feen)