Dienstag, 19. Oktober 2021

[Rezension] Nur ein Schritt von Samantha M. Bailey










 
Taschenbuch
Seiten: 336

Verlag: Diana
Autorin: Samantha M. Bailey
Übersetzung: Kerstin Winter
ISBN-13: 978-3453360655


(Werbung da Rezensionsexemplar)



Morgan steht wie jeden Tag ganz normal am Gleis des Zuges. Als plötzlich eine Fremde ihr ein Baby in die Hand drückt und vor den Zug springt. Alles sieht danach aus, als wenn Morgan dafür verantwortlich ist. Doch warum ist ausgerechnet sie im Testament berücksichtigt? Woher kannte die Fremde ihre Namen? Morgan muss die Wahrheit rausfinden, und zwar schnell.


  
„Nur ein Schritt“ ist ein fesselnder Thriller, der rasant beginnt. Vom Schreckmoment am Anfang, arbeitet man sich zurück um zu erfahren, was geschehen ist, warum sich die eine Frau vor den Zug wirft und vorher ihr Baby einer Fremden in die Hand drückt.

Die Kapitel sind immer abwechselnd von Morgan, die das Baby am Gleis bekommt und Nicole, die sich vor den Zug wirft geschrieben. Die Geschichte bekommt dadurch einen starken Sog, denn man arbeitet sich von hinten nach vorne. Viele Fragen spuken im Kopf herum und nach und nach wird immer ein klitzekleines bisschen beantwortet. Man erfährt einiges aus dem Leben beider Frauen und diese haben viel Leid erfahren müssen. Interessant ist auch wie sich das Leben der beiden gekreuzt hat. Doch leider flachte der richtige Spannungsbogen, der am Anfang noch stark war, etwas ab.

Samantha M. Bailey spielt mit der Psyche ihrer Protagonistin Nicole und auch hier weiß man als Leser bald gar nicht mehr, was ist real und was spinnt sie sich zusammen. Alles ist rund und obwohl ich schon etwas geahnt habe, war ich dennoch am Ende überrascht.

Die Charaktere im Buch sind sehr gut ausgearbeitet und haben Tiefe bekommen. Der Schreibstil ist flüssig, eindringlich und detailliert. Gegen Ende wurde es mir leider etwas zu viel und irgendwie hat nicht alles in die Geschichte gepasst. Es ging plötzlich alles so schnell und zu viel Action wurde verwendet. Eine etwas ruhigere Szene hätte für meinen Geschmack besser ins Gesamtbild gepasst.

„Nur ein Schritt“ ist fesselnd und vor allem der psychologische Teil ist sehr gut durchdacht. Bis auf ein paar Kritikpunkte ein sehr gelungenes Debüt.

 
(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Sonntag, 17. Oktober 2021

[Rezension] Forever Right Now von Emma Scott








Bildquelle: Lyx Verlag


 
 
Paperback
Seiten: 384

Verlag: Lyx
Autorin: Emma Scott
Übersetzung: Inka Marter
Alter: ab 16 Jahren
ISBN-13: 978-3736315334


(Werbung da Rezensionsexemplar)




In Seattle möchte Darlene ihre Drogenprobleme vergessen und ganz neu durchstarten. Sich ganz auf sich konzentrieren. Doch schon angekommen lernt sie ihren Nachbarn Sawyer mit seiner Tochter kennen. Er versucht sein Jura-Studium zu schaffen und muss jetzt auch noch um das Sorgerecht seiner Tochter kämpfen. Doch trotz Schwierigkeiten, treffen die beiden immer wieder aufeinander. Doch kann das gut gehen?

  „Forever Right Now“ ist der zweite Teil der Only Love Reihe und obwohl ich Band 1 nicht kenne, hat das überhaupt nichts ausgemacht. Man kann das Buch auch als Einzelband lesen.

Die Geschichte ist sehr emotional und die beiden Charaktere Darlene und Sawyer gut ausgearbeitet. Die Gefühle, Sorgen und Ängste werden gut rübergebracht. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und man fliegt durch die Seiten.

Darlene die in der Vergangenheit mit Drogen ihre Probleme hatte, ist sehr erfrischend und direkt. Ihre Art mochte ich sofort. Sie ist eine herzliche und starke Persönlichkeit. Manchmal vielleicht ein wenig zu schnell was Freundschaften angeht. Sawyer hingegen ist sehr ruhig, zurückgezogen und von seinem früheren Leben als Partymacher, ist nichts mehr übrig. Die Kapitel sind mal aus der Sicht von Darlene und mal von Sawyer geschrieben, so bekommt man einen noch stärkeren Eindruck der Gefühle. Die Anziehung ist spürbar, die Probleme überwiegen, beide wollen nur das Beste des jeweils anderen.


Besonders hervorheben möchte ich Sawyers besten Freund Jackson aber auch Max, der Darlenes Sponsor ist. Beide Nebencharaktere sind einfach grandios in dieser Geschichte.

Was mich allerdings sehr gestört hat, dass der Klappentext einfach zu viel von der Geschichte verrät. Es gab zwar dennoch einen Überraschungsmoment und ich habe mit Sawyer förmlich mitgefiebert, ob alles gut geht, doch leider hätte ich auch den Rest lieber während des Lesens erfahren. Genauso war mir das Ende dann doch ein wenig zu kitschig und zu viel. Hier wäre weniger mehr gewesen und glaubhafter was das Gesamtbild der Geschichte angeht.

„Forever Right Now“ ist insgesamt eine sehr emotionale und schöne Geschichte. Zwei Protagonisten, die zwischen all ihren Sorgen, die unverhoffte Liebe finden. Leider hat der Klappentext zu viel von der Geschichte verraten.


(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Dienstag, 12. Oktober 2021

[Rezension] Schlafenszeit für kleine Tiere von Christine Kugler








Bildquelle: Penguin Junior Verlag


Pappbilderbuch mit LED-Lichtern
Seiten: 12

Verlag: Penguin Junior
Illustrationen: Christine Kugler
Alter: ab 2 Jahren
ISBN-13: 978-3328300397


(Werbung da Rezensionsexemplar)



Es ist Zeit zum Schlafengehen und die Tiere machen sich bettfertig, hören nochmal eine Geschichte oder kuscheln zusammen. Bevor das Licht aus gemacht wird, gibt es noch ein Küsschen.


 
„Schlafenszeit für kleine Tiere“ ist ein handliches kleines Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren gedacht. Das besondere hier sind die drei LED-Lämpchen, die man an der unteren rechten Ecke durch einen Knopf einschaltet. Sehr schön ist, dass diese Lämpchen sogar leicht flackern.

Man begleitet Familie Fuchs, Hase, Eichhörnchen, Dachs und Maus bei ihrem Zubettgehritual. Durch die schönen Illustrationen blättert man gerne durch die Seiten und alles wird ruhig und harmonisch dargestellt. Auf jeder Seite wird man dazu aufgefordert die Lichter auszupusten „Einen Kuss zur Guten Nacht und schnell die Lichter ausgemacht!“ diese Wiederholungen sind schön einprägsam. Was nur ein wenig schade ist, dass man sehr fest pusten muss, um die Lämpchen aus zubekommen. Was leider häufiger nicht funktioniert, aber gemeinsam klappt es dann.

Der kurze gereimte Text lässt sich bis auf zwei Stellen, über den ich immer wieder beim Lesen stolpere, flüssig lesen. Alles ist niedlich dargestellt und man schaut gerne bei den Tieren vorbei, bevor sie endgültig einschlafen.

„Schlafenszeit für kleine Tiere“ ist ein niedliches Gute-Nacht-Buch was zum Interagieren, durch das Auspusten der Lichter, einlädt. Doch leider stellt sich dieses erschwert dar.

 
(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Montag, 11. Oktober 2021

[Rezension] Gute Nacht, kleiner Bär! von Sylvia Tress








Bildquelle: Thienemann esslinger Verlag




Pop-up-Buch
 Seiten: 10
Verlag: Thienemann esslinger
Autorin: Sylvia Tress
Illustrationen: Carola Siverding
Alter: ab 18 Monaten
ISBN-13: 978-3-480-23719-7


(Werbung da Rezensionsexemplar)




Begleite den Bären beim Zubettgehen. Hilf ihm beim Zähneputzen und den Schlafanzug anziehen. Das tägliche Abendritual zusammen mit dem Bären.

  
„Gute Nacht, kleiner Bär“ ist ein sehr schönes Buch für Kinder ab 18 Monaten. Gemeinsam durchläuft man mit dem Bären das tägliche Abendritual. Schlafanzug anziehen, Zähne putzen, ins Bett schlüpfen, doch nochmal was trinken gehen und am Ende eine Geschichte vorgelesen bekommen.
Auf jeder Seite ist eine Drehscheibe, die man mit einer Schlaufe in Bewegung setzt. Sehr schön wechseln die Szenen. Erst spielt der kleine Bär noch und dann zieht er sich seinen Schlafanzug an. Man wird im Buch dazu aufgefordert dem Bären zu helfen. Die Drehscheibe funktioniert ganz einfach und lässt sich prima drehen.

Die Illustrationen sind liebevoll gezeichnet und die Farben passend zum Abend eher etwas ruhiger und dunkler gehalten. Was sehr harmoniert. Die Szenen sind herzlich und es sind tägliche Momente die gezeigt worden, die jedes Kind selber kennt.

Der Text ist kurz gehalten und beschreibt, was der kleine Bär gerade macht. Alles sehr stimmig.

Zusätzlich zu „Gute Nacht, kleiner Bär“ gibt es auch „Aufgewacht, kleiner Bär“. 
 

Ein sehr schönes Mitmachbuch über das tägliche Abendritual eines kleinen Bären. Tolle Illustrationen und eine Drehscheibe zum Schieben machen das Buch zu etwas besonderen.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Sonntag, 10. Oktober 2021

[Rezension] Der Heimweg von Sebastian Fitzek








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag



Hardcover
Seiten: 400
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer HC
ISBN-13: 978-3-426-28155-0


(Werbung da Rezensionsexemplar)



Jules sitzt am Begleittelefon. Frauen können hier auf ihrem Heimweg anrufen damit sie nicht „alleine“ sind. Sei es weil sie Angst haben oder Hilfe brauchen. An diesem Abend ruft Klara bei ihm an. Sie hat Angst, glaubt verfolgt zu werden, denn sie hat nur noch ein paar Stunden, dann soll sie sterben...


 
Wer kennt nicht die Bücher von Sebastian Fitzek? Sie sind spannend, verwirrend, irreführend und am Ende ist die Auflösung immer ganz anders als erwartet.

So ist es bei „Der Heimweg“ ebenfalls. Wir lernen im Laufe der Geschichte Jules und auch Klara kennen. Beide Sichten werden in der Geschichte verwendet und beide werden gut beleuchtet und dargestellt. So erfährt man so einiges aus der Vergangenheit und versteht manche Denkansichten.

Die Idee mit dem Begleittelefon (das es tatsächlich gibt), fand ich sehr erfrischend. Ebenfalls was Fitzek daraus gemacht hat. Es ist alles gut durchdacht. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit aufrechterhalten, einige Szenen sind äußerst grausam und sehr detailliert beschrieben. Für einen Fitzek sehr extrem und oft ist man von der Gewalt schockiert aber ich habe schon schlimmere Szenen in Thrillern gelesen. Daher konnte es mich nicht ganz so sehr erschüttern. Dennoch war es keinesfalls leicht, die Szenen zu lesen. Für zartbesaitete Leser würde ich es vielleicht nicht empfehlen.

Immer wieder hat man Ideen, wie was zusammen passen könnte. Versucht dann aber in eine andere Richtung zu denken, weil man ja schon einige Fitzek Bücher gelesen hat. Um am Ende wieder feststellen zu müssen, dass es doch einen anderen Ausgang hat, auf den man nicht gekommen wäre.

Es wird mit der Psyche der Leser gespielt und man sprintet nur so durch die Seiten, um endlich zu erfahren, wie alles Enden wird.

„Der Heimweg“ ist ein Psychothriller genau so, wie man es erwartet, spannend und gut durchdacht. Sebastian Fitzek spielt mit seinen Lesern und sorgt am Ende für eine Überraschung, mit der man nicht gerechnet hat.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)