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Bildquelle: Fischerverlag |
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596296161
ISBN-13: 978-3596296163
Max Bischoff ist neu bei der Düsseldorfer Mordkommission.
Mit seinen modernen Ermittlungsmethoden kommt er bei seinem Partner Horst
Böhmer nicht immer gut an. Auf dem Präsidium taucht ein blutüberströmter Mann
auf, der sich an nichts erinnern kann. Eine Leiche wird gefunden und
schon starten die Ermittlungen.
"Im Kopf des Mörders – Tiefe Narbe“ von Arno Strobel ist
der erste Teil einer Thriller-Trilogie rund um Max Bischoff. Doch würde ich
eher sagen, dass es ein solider Krimi ist.
Die Charaktere Max Bischoff und Horst Böhmer sind sehr
unterschiedlich. Max setzt auf moderne Ermittlungsmethoden, Horst Böhmer eher
auf Altbewährtes. Beide waren mir nicht unsympathisch aber leider sehr
stereotypisch. Keiner stach irgendwie groß heraus.
Die Ermittlungen sind nachvollziehbar, doch zwischenzeitlich
zieht sich die Geschichte ein wenig in die Länge. Dafür schafft es Arno Strobel
mich immer wieder zweifeln zu lassen, wer hinter alldem steckt. Immer
verdächtigt man jemand anderen aber gegen Ende hin, hatte ich es doch schnell
raus und es gab keine Überraschung mehr.
Das Privatleben, insbesondere das von Max wird sehr schön
durchleuchtet. Jedoch fand ich die plötzlichen Gefühle, die Max empfand, ein
wenig zu viel des Guten. Es wirkte alles ein wenig aufgesetzt. Hier gibt es
einen Moment, der mich allerdings überraschte.
Interessant waren die Gedanken des Mörders, die mit kursiven
Kapiteln gekennzeichnet sind. Spannung kam zwar immer wieder auf und die
Leichen sowie die Tatorte wurden wie bei allen Strobel Büchern sehr detailliert
und genauestens beschrieben. Mir persönlich gefällt das gut und manchmal hatte
ich ein schauderndes Gefühl. Allerdings habe ich mir insgesamt mehr erhofft,
mehr das Gefühl mitgerissen zu werden und dabei zu sein.

„Im Kopf des Mörders – Tiefe Narbe“ von Arno Strobel ist
ein solider Krimi. Für einen Thriller fehlte mir insgesamt die Spannung. Die
Charaktere sind gut gezeichnet, aber leider hatte keiner etwas an sich, was in
Erinnerung bleibt.



(Ich gebe dem Buch 3 von 5 Feen).