Mittwoch, 27. November 2019

[Rezension] Nein von Winnie M Li

Bildquelle: Arche Verlag




Gebundene Ausgabe
Seiten: 432
Verlag: Arche Verlag
Übersetzer: Volker Oldenburg
ISBN-13: 978-3-7160-2771-4



(Werbung wg. Rezensionsexemplar)


Vivan hat ihr Studium beendet und liebt es zu wandern. An einem Frühlingsnachmittag soll nichts mehr so sein wie zuvor. Ein junger Mann, fast noch ein Kind, bedrängt sie. Ein „Nein“ akzeptiert er nicht. Eine schwere Zeit beginnt für Vivian.



Es fällt mir schwer „Nein“ von Minnie M Li zu bewerten. Nachdem auf den ersten Seiten geschrieben wird, dass sie selber ein Vergewaltigungsopfer ist. Denn wirklich überzeugen konnte mich die Geschichte nicht.


Mir fiel der Einstieg schon sehr schwer, da mich der Schreibstil nicht packen konnte. Allgemein wurden keinerlei Gefühlsregungen bei mir ausgelöst. Alles wirkte so kalt und hart. Was man nach solch einen einschlagenden, schrecklichen Erlebnis auch empfindet. Doch irgendwie habe ich als Leser eine Geschichte erwartet, die mich mehr beschäftigt und berührt. Selbst die schönen Momente des Wanderns die für Vivian Ruhe, Kraft und Entspannung bedeuten, haben mich nicht mitgenommen.
Insgesamt waren die Dialoge überhaupt nicht mein Fall.

Die Geschichte ist aus der Sicht des Opfers und des Täters geschrieben. Man weiß von Anfang an, dass sie Sicht des Täters frei erfunden ist. Man erfährt wie leicht und unbeschwert der Leben von Vivan vor der Vergewaltigung war und wie sich alles verändert hat. Natürlich bekommen wir auch einen Einblick in das Leben des Täters, er hat eine schlechte Kindheit und wurde überhaupt nicht liebevoll aufgezogen. Er hat überhaupt keine Liebe bekommen und weiß nicht was richtig und was falsch ist. Er macht einfach, was er will. So auch mit Vivian.

Der Prozess wird gut beschrieben und hier musste ich immer daran denken, dass die Autorin selber genau dies durchlebt hat. Man hat gemerkt, wie schwer dieser Kampf sein muss und wie schwer diesen schrecklichen Tag immer und immer wieder zu durchleben und erzählen zu müssen. Ebenfalls wird gezeigt, wie lange es dauert, ein einigermaßen normales Leben wieder führen zu können.

Eins ist ganz klar, so eine Tat muss auf jeden Fall angezeigt werden damit der Täter nicht mehr frei herumlaufen kann. Diese Massage wird hier eindeutig aufgezeigt.




„Nein“ von Winnie M Li ist eine tragische Geschichte, in der es um Vergewaltigung geht. Die Autorin hat selber so eine schreckliche Tat erleben müssen. Doch leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht von sich überzeugen.  


 
(Ich gebe dem Buch 2 von 5 Feen)

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