Dienstag, 8. August 2023

[Rezension] Marilyn und die Sterne von Hollywood von Claudia Beinert, Nadja Beinert








Bildquelle: Aufbau Verlag

 

Roman
Seiten: 480

Verlag: Aufbau Taschenbuch
Autorinnen: Claudia Beinert, 
Nadja Beinert
ISBN-13: 978-3-7466-3916-1

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Solche historischen Geschichten rund um mutige Frauen lese ich immer gerne. Marilyn Monroe kennt man als Ikone, doch von ihrem Leben bis zu diesem Punkt, kannte ich nicht.

Sehr schön haben die Zwillingsschwestern Nadja und Claudia Beinert die Geschichte der Norma Jeane Baker geschrieben. Leider hatte sie keine liebevolle, vertraute Kindheit. Wurde vom Waisenhaus zu verschiedenen Pflegeeltern gereicht und immer wenn sie dachte, sie hätte jetzt einen Zufluchtsort gefunden, wurde dieses Vertrauen zunichtegemacht. Mir tat dieses nach Liebe suchende Mädchen leid und ich konnte verstehen, dass sie in ihrem Versuch später als Fotomodell und Schauspielerin eine andere Person sein wollte.

Von der Kindheit, ihrer frühen Ehe, die nur arrangiert war, bis hin zu den ersten Einstiegen in die Welt der Stars und Sterne dürfen wir den Weg begleiten. Dieser ist wirklich nicht leicht für sie gewesen. Die Geschichte habe ich gerne gelesen, habe mit Norma gelitten und auch ihre Gedankengänge konnte ich nachvollziehen. Es sind viele schwere Momente zu bewältigen, aber Norma gibt nicht auf, sonst wäre sie nie so weit gekommen. Der Gedanke, dass ihr Leben tatsächlich so verlaufen ist, hat mich oft zum Nachdenken gebracht.

Sehr interessant fand ich auch den Einblick in die Filmbranche. Denn davon erfährt man so einiges. Persönlich hätte ich mir noch ein paar Seiten gewünscht, wie es Marilyn Monroe ergangen ist, als sie zu dieser Ikone wurde. Im Roman ist der Weg bis dahin wunderbar aufgezeigt, aber dennoch hat mir das ein klein wenig gefehlt.
Norma Jean Baker alias Marilyn Monroe ist eine starke Persönlichkeit gewesen. Eine Geschichte, die nachhaltig im Kopf bleibt und berührend ist. Eine klare Leseempfehlung!


(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Freitag, 4. August 2023

[Rezension] Sami – Dein Lesebär – Meine liebsten Kinderlieder von Sandy Thißen








Bildquelle: Ravensburger Verlag

 

Sami Lesebär Buch
Seiten: 32

Verlag: Ravensburger
Illustrationen: Sandy Thißen
Lizenz: Sami Lesebär
Alter: ab 3 Jahren
ISBN-13: 978-3-473-46279-7

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Sami Lesebär ist hier bei uns ein großer Hit. Besonders morgens, wenn ich mich fertig mache, wird er gerne aus dem Regal geholt. Sehr schön finde ich die Idee, ein Liederbuch zu veröffentlichen. In diesem Buch sind 12 bekannte Kinderlieder zu finden. Von „Alle meine Entchen“, „Ich geh’ mit meiner Laterne“ bis in den Winter zu „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ findet sich eine schöne bunte Mischung. Einzig das Lied „Zwei kleine Wölfe“ war mir nicht bekannt. Der Sami Lesebär singt die Lieder in verschiedenen Stimmen und hat einen klaren Klang, sodass es nicht langweilig wird und man schnell gemeinsam los trällern kann. Der Text ist auch nochmal in schriftlicher Form im Buch vorhanden, falls man auch so gerne singen möchte.

Besonders ansprechend sind die Illustrationen von Sandy Thißen. Alles in wimmeliger Art, gibt es einiges zu entdecken. Man sieht fröhliche Kinder und Tiere, die mit Spaß an der Sache sind. Alles passend zum Lied gestaltet und mit kleinen liebevollen Details gespickt. Immer wieder kann man sich das Buch anschauen, ohne dass es langweilig wird.

Am Ende gibt es das übliche Sami Lesebär Lied zum Abschluss jeden Buches.

Wer Sami Lesebär noch nicht kennt, sollte das unbedingt ändern. Ein ganz tolles Geschenk, denn „Sami macht Vorlesen zum Erlebnis.“

„Meine liebsten Kinderlieder“ ist wieder ein ganz tolles Sami Lesebär Buch. Es macht Spaß, die Lieder zu hören, mitzusingen und sich die fröhlichen Seiten anzuschauen. Ein rundum gelungenes Buch.
 
 
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Donnerstag, 20. Juli 2023

[Rezension] Anatomy - Eine Liebesgeschichte von Dana Schwartz








Bildquelle: Loewe Verlag

 

Historischer Jugendroman
Seiten: 384

Verlag: Loewe
Autorin: Dana Schwartz
Übersetzung: Cornelia Röser
Alter: ab 14 Jahren
ISBN-13: 978-3-7432-1498-9

(Werbung da Rezensionsexemplar)


 
Als Frau ist es für Lady Hazel Sinnett im Jahre 1817 unmöglich, Chirurgin zu werden. Doch durch einen Deal erhält sie die Möglichkeit, es doch zu schaffen. Durch den Auferstehungsmann Jack Currer kommt sie an Leichen, um diese genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch dabei bemerken sie ungewöhnliche Merkmale.

Als ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dass ich das Buch unbedingt lesen will. Doch anfangs habe ich gebraucht, bis mich die Geschichte vollends in seinen Bann ziehen konnte. Aber als es so weit war, konnte ich nicht aufhören zu lesen.

Es ist äußerst interessant, wie Lady Hazel Sinnett es schafft, sich zutritt in der Männerwelt der Chirurgen einzubringen und wie sie durch Bücher sich ihr ganzes Wissen aneignet. Sie ist zielstrebig und lässt sich von nichts abhalten, eine starke junge Frau, die es nicht immer leicht im Elternhaus hat.
Die gewisse Spannung bringt der Leichenräuber Jack Currer mit. Immer wenn er auf einen Friedhof raubt, fiebert man mit und spürt die düstere Atmosphäre. Insgesamt hat die Autorin einen eindringlichen, bildlichen Schreibstil, der die Geschehnisse dadurch noch realer werden lässt.

Mit Faszination bin ich durch die Seite geflogen. Die Anatomy des Menschen durch die geklauten Leichen, auf der anderen Seite die gehobene Gesellschaft, in der sich Lady Hazel aufhält und dann noch die Gefühle zum Leichenräuber, die immer wieder spürbar sind. Eine unglaubliche gute Mischung.

Doch dann gibt es eine Wende, die meiner Meinung nach überhaupt nicht zur Geschichte gepasst hat. Alles Reale hat sich plötzlich mit etwas völlig anderem vermischt und war einfach Fehl am Platz. Dennoch bin ich jetzt gespannt, wie es weitergeht.

 
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich das Buch vollends begeistern. Doch eine Wende im Buch hat mir diese Faszination etwas genommen. Dennoch würde ich diese atmosphärische Geschichte auf jeden Fall empfehlen zu lesen.

(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Sonntag, 9. Juli 2023

[Rezension] Finde den Piratenschatz - ein Spiele-Buch von Sylvie Misslin und Amandine Piu









 

Mitmachbuch
Seiten: 40

Verlag: annette betz
Autorin: Sylvie Misslin
Illustrationen: Amandine Piu
Übersetzung: Bernd Stratthaus
Alter: ab 4 Jahren
ISBN-13: 978-3-219-12011-0

(Werbung da Rezensionsexemplar)


 
„Finde den Piratenschatz“ ist ein Spiele-Buch und macht unheimlich viel Spaß. Anne und Henry entdecken am Strand eine Flaschenpost. Dort ist eine Botschaft versteckt. Es gibt einen Piratenschatz auf der Papageieninsel. Doch bis die zwei dort ankommen, gibt es einige Möglichkeiten und manche führen wieder auf Anfang.

Das Buch wird im Moment häufig gelesen und an manchen Abenden schaffen wir es nicht auf die Papageieninsel, weil wir immer wieder auf Anfang kommen. Denn es gibt verschiedene Möglichkeit, sein Abenteuer zu bestreiten. Es gibt einen Text und danach zwei Antwortmöglichkeiten, dementsprechend wird man weitergeleitet. Die Antworten sind mit kleinen Bildern versehen, die man an der Seite des Buches wiederfindet. Man springt also je nach Antwort zum passenden Symbol und von da aus geht es weiter. Die Idee ist sehr schön und erfrischend und macht wirklich Spaß. Außer man gelangt zu oft an die erste Stelle und liest die Seite öfter.

Die Abenteuer sind ganz unterschiedlich. Mal landet man im Bauch eines Wales, im U-Boot, beobachtet Quallen oder landet im großen Schnabel eines Pelikans, nur um ein paar zu nennen, die auf den 40 Seiten vorkommen. Es ist fantasievoll, unterhaltsam und das Kind entscheidet selbst, wie die Geschichte weitergeht.

Das Ganze wird mit schönen großen Illustrationen abgerundet. Diese zeigen ganz wundervoll Henry und Anne bei ihren Abenteuern. Auf einigen Seiten gibt es mehr zu entdecken, auf anderen weniger, was immer stimmig ist.

Einzig die Papageieninsel am Ende, wenn man es denn schafft, sie zu finden, war hier eine kleine Enttäuschung. Aber das ist wohl bei jedem Kind anders. Als wahrer Piratenfan hat wohl die richtige Schatztruhe voller Gold und Edelsteine gefehlt.


Alle kleinen Abenteurer ab 4 Jahren, die gerne mal selbst entscheiden möchten, wie eine Geschichte weitergeht, werden das Buch rund um Anne und Henry als Piraten lieben! Richtig klasse!
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 1. Juli 2023

[Rezension] Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel von Cornelia Funke








Bildquelle: Oetinger Verlag

 

Kinderbuch
Seiten: 32
Autorin: Cornelia Funke
Verlag: Oetinger
Illustrationen: Kerstin Meyer
Alter: ab 4 Jahren
ISBN-13: 978-3-7891-6510-8




  
Käpten Knitterbart hat, mit seiner nur noch drei Mann Truppe, keine Lust mehr aufs Piratenleben. Doch plötzlich wird der Schiffskoch Schimmelbrot einer anderen Piratentruppe entdeckt. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, um die Schätze des roten Bill zu stehlen.

Hier wurde schon gleich zu Anfang wegen der Namen gelacht. Das kleine Schiff heißt „Stinkende Sardine“, aber auch der „Fiese Freddy“ war ganz witzig. Allgemein ist es eine Geschichte, die einen zum Schmunzeln bringt. Es geht durch den Dschungel voller Tiere, es gibt einige Schätze zu stehlen und ein Seeungeheuer, was eine spannende Piratengeschichte ausmacht. Am Ende wird natürlich gezeigt, dass es sich nicht gehört von anderen etwas zu klauen und so versinkt der Schatz im tiefen Meer.

Die Illustrationen von Kerstin Meyer sind total passend zur Geschichte. So sehen die Piraten düster aus und die Gesichtsausdrücke kommen sehr schön zur Geltung. Es sind keine überladenden Seiten, sondern es wird sich aufs wesentliche konzentriert, was ebenfalls stimmig ist.

Eine spannende Piratengeschichte mit der richtigen Atmosphäre für alle Kinder ab 4 Jahren. Humorvoll, etwas düster und actionreich. 

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)