Donnerstag, 4. Februar 2016

[Rezension] Lolito von Ben Brooks



Bildquelle: Atrium Verlag




Gebundene Ausgabe: 272 Seiten 
Verlag: Atrium Zürich (20. Februar 2015) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3855350558 
ISBN-13: 978-3855350551










Inhalt:

Etgar ist 15 Jahre als und ziemlich am Tiefpunkt. Durch Zufall hat er erfahren, dass seine Freundin ihn betrogen hat. Als seine Eltern für ein paar Tage wegfahren, besteht Etgars Alltag aus Alkohol, Sex und dem Internet. Hier lernt er Macy kennen, die schon wesentlich älter ist, und will sich mit ihr treffen.

Meine Meinung: 

Das Problem bei „Lolito“ war wohl, dass ich eine ganz andere Geschichte erwartet habe. Zwar einen Jungen, der im Internet eine viel ältere Frau kennenlernt, allerdings keinen Jungen, der völlig fertig ist und eine Art an sich hat, die ich einfach nicht mochte. 

Etgar ist zwar erst 15 Jahre alt, treibt sich aber gerne in Clubs rum und trinkt eine Menge Alkohol, was ich sehr ungewöhnlich fand. Denn in dem Alter kommt man doch in keinen Club. Keiner scheint seine trübe Stimmung zu sehen. Nur sein Freund, versucht ihn immer wieder aus dem Haus zu locken. 

Der Ton ist rau und auch teilweise sehr hart. Ben Brooks schreibt schonungslos, konnte mich aber leider nicht fesseln. Etgar blieb mir leider die ganze Zeit über sehr unsympathisch und ich konnte mich überhaupt nicht in ihn hineinversetzen, was das Mögen der Geschichte natürlich noch erschwerte. Daher habe ich das Buch mit sehr viel Distanz gelesen. 

Man bekommt einen guten Einblick, wie Etgar denkt, wie schnell man beeinflusst wird und wie viel das Thema Sex im Kopf herumspukt. Aber auch wie verletzt Etgar doch ist. Als Leser erfährt man einige Szenen aus Etgars Zeit mit seiner Ex-Freundin, da schien er glücklich zu sein. 

Der Autor hat auch gezeigt, wie einfach es ist sich im Internet zu verstellen. Dass nicht jeder die Wahrheit über sich schreibt. Zwar habe ich die Message verstanden, die der Autor einem auf den Weg geben will, leider wurde ich trotzdem nicht warm mit der Geschichte. 

Fazit: 

Lolito habe ich mir ganz anders vorgestellt. Leider wurde ich weder mit dem Protagonisten noch mit dem Schreibstil warm. Der Autor hat eine klare Message und einen harten, rauen Ton aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht für sich gewinnen. 

 (Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen).

Kommentare:

  1. Der Klappentext klingt echt interessant, aber bei solchen Geschichten ist es echt schwer, wenn man mit der Hauptfigur nicht zurechtkommt. Schade!

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    1. Das finde ich auch. Wenn der Protagonist nicht passt, ist es wirklich schwer. Hier waren es einige Faktoren.

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