Donnerstag, 19. Januar 2023

[Rezension] Lake Paradise - Ein Zuhause für das Glück von Manula Inusa (Band 1)








Bildquelle: Rowohlt Verlag

 

Roman
Seiten: 416
Autorin: Manuela Inusa
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-499-00748-4

(Werbung da Rezensionsexemplar)


 
Lake Paradise ist ein kleiner Ort, wo jeder jeden kennt. Fluch und Segen zugleich. Lexi liebt dieses Leben und deren schrulligen aber liebenswerten Einwohner sehr und kann sich kein anderes vorstellen. Doch alles wird überschattet durch den frühen Tot ihres Verlobten. Sie hätte nie gedacht, dass sie sich nochmal verlieben könnte, bis plötzlich Aaron wieder auftaucht.

Die Charaktere sind gut beschrieben und besonders Lexis Schmerz konnte ich nachempfinden. Sehr interessant fand ich auch die Passagen von Aaron, warum er Lake Paradise meidet und wie sich alles wieder zusammenfügt. Besonders angetan war ich von den Läster-Freundinnen im Café. Jeder kleinste Tratsch wird gleich weitererzählt. Genauso fand ich die restlichen Nebencharaktere stark gezeichnet. Fast interessanter als das Hauptpaar.

Lake Paradise wird idyllisch und herzerwärmend beschrieben, sodass ich mich gleich in diesen kleinen Ort wohlgefühlt habe. Es gibt Geheimnisse, genügend Klatsch und Tratsch und eine Menge über Mais zu erfahren. Alles hat seinen besonderen Charme. Doch leider fehlte mir insgesamt der Tiefgang. Enttäuschenderweise spürte ich die Anziehung zwischen Lexi und Aaron nicht wirklich. Mir kam es eher nüchtern geschrieben vor. Das hat mir leider den Zauber dieser zarten Liebe genommen. Die Gefühle kamen nicht bei mir an. Zudem plätscherte die Geschichte teilweise nur so vor sich hin und man konnte vieles schon vorher erahnen. Es wollte einfach nicht bei mir Klick machen, dass ich mich vollends darin verlieren konnte.

Trotz der Kritikpunkte möchte ich Band zwei „Lake Paradise – Wo Herzen sich begegnen“ eine zweite Chance geben und hoffe, dass es mich mehr überzeugen kann.


Mir hat leider in Lake Paradise einiges an Tiefgang für einen Wohlfühlroman gefehlt. Obwohl mir das Kleinstadtfeeling sehr zugesagt hat, sprang der Funke nicht komplett über. 

(Ich vergebe 3 von 5 Feen)

Dienstag, 17. Januar 2023

[Rezension] Die Engel von Berlin von Hanna Lucas








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

 

Historischer Roman
Autorin: Hanna Lucas
Seiten: 352

Verlag: Droemer Knaur
ISBN-13: 978-3-426-52772-6

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Das Buch „Die Engel von Berlin“ lag viel zu lange ungelesen im Regal, jetzt nachdem ich es gelesen habe, würde es am liebsten jeden in die Hand drücken.

Das Buch spielt angefangen 1931 in Berlin. Hier treffen die lebensfrohe Martha aus London und die konventionelle Annegret aufeinander. Gemeinsam leiten sie ein Pfadfinderinnen-Camp. Die Freundschaft wird im Krieg auf eine harte Probe gestellt und gemeinsam retten sie ein paar Kinder vor der Deportation, Annegret in Deutschland, Martha aus London. 1945 kehrt Martha dann nach Berlin zurück und ist schockiert über die Zerstörung.

Diese Geschichte hat mich emotional sehr mitgenommen. Nicht nur zu wissen, dass der Hintergrund der Wahrheit entspricht, sondern auch weil man mit den Protagonisten leidet. Man spürt förmlich die Gefühle, die Angst und auch die Hoffnung, die von der Autorin hervorragend transportiert werden. Annegret und Martha könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch führen sie trotz der Entfernung eine tiefe Freundschaft, bis zu einem gewissen Punkt.
Jede hat ihr Leben und muss irgendwie darin zurechtkommen. Annegret hat so viel Leid erleben müssen und dennoch ist sie stark und mutig. Genauso wie Martha. Es ist schockierend und es gibt so viele traurige Momente, aber die Hilfsbereitschaft, die Hoffnung und die Liebe sind doch stärker. Es wird aufgezeigt, wie wichtig es ist zu helfen, auch wenn alles hoffnungslos erscheint, ist es besser als nichts zu tun.

Durch die eindringlich beschriebene Atmosphäre hat man sofort Bilder vor Augen, aber auch die Charaktere des Buches, sind lebendig gezeichnet und man hat einen schnellen Zugang zu ihnen.

Die beiden mutigen Frauen werden mir wohl noch länger im Gedächtnis bleiben.

 
In „Die Engel von Berlin“ durchlebt man einige Emotionen: Trauer, Wut, Hoffnung und Liebe. Es ist eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst und unbedingt gelesen werden sollte.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 14. Januar 2023

[Rezension] Grenzfall - In der Stille des Waldes von Anna Schneider (Band 3)









 

Krimi
Seiten: 432
Autorin: Anna Schneider
Reihe: Band 3 / ?
Verlag: Fischer Taschenbuch
ISBN-13:


(Werbung da Rezensionsexemplar)


 
 „Grenzfall – In der Stille des Waldes“ ist der dritte Band der Krimi-Reihe von Bestsellerautorin Anna Schneider. Die Teile werden von Mal zu Mal immer spannender, komplexer und fesselnder.

Es ist einfach sagenhaft, wie die Autorin das deutsch-österreichische Ermittlerduo auf die Spuren des Bösen gehen lässt. So auch dieser Fall. In Österreich wird auf einer Baustelle durch Zufall Babykleidung in präparierten Tierkadavern gefunden. Das lässt einen doch schon schaudern und zack, ist man im Sog gefangen. Alexa hingegen, die eigentlich krankgeschrieben ist, bekommt Besuch von ihrem ehemaligen Kollegen und zusammen rollen sie einen alten Fall auf. Der falsche Mann wurde damals verhaftet.

Immer wieder bin ich erstaunt, auf welche Ideen Anna Schneider kommt und diese umsetzt. Es sind immer Themen, die überhaupt nicht langweilig sind, sondern das gewisse Etwas haben.

Die gesamte Geschichte ist durchgehend spannend. Obwohl Alexa und Krammer nicht viel gemeinsam ermitteln, stört das überhaupt nicht. Es ist alles stimmig, man hat zig Fragen im Kopf, die gestillt werden wollen und das so schnell wie möglich. Das Privatleben der Ermittler geht weiter und man erfährt wieder einiges von den Charakteren, was mir sehr gut gefallen hat.

Am Ende gibt es einen grandiosen Showdown, der hervorragend in das Gesamtbild passt. Alle Fragen werden beantwortet und es kommt ganz anders, als man erwartet. Voller Vorfreude warte ich jetzt auf Band 4 „Grenzfall – In den Tiefen der Schuld“ der im Februar 2024 erscheinen wird und ich hoffentlich wieder Testlesen darf.


Anna Schneider ist eine Meisterin bewegte Themen, interessante Charaktere und Spannung pur aufs Papier zu bringen. „Grenzfall – In der Stille des Waldes“ ist ein grandioser 3. Band.
 
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Dienstag, 10. Januar 2023

[Rezension] Bär muss mal von Jonny Leighton und Mike Byrne








Bildquelle: Loewe Verlag

 

Bilderbuch
Seiten: 32

Verlag: Loewe
Illustrationen: Mike Byrne
Übersetzung: Franziska Jaekel
Alter: ab 3 Jahren
ISBN-13:  978-3-7432-1265-7

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Was für ein unterhaltsames, tolles Bilderbuch „Bär muss mal“ ist.

Bär erwacht aus seinem schönen Schlaf und er muss ganz dringend ein Häufchen machen.
Zusammen mit dem schüchternen Björn geht es durch den Wald, um einen ungestörten Ort zu finden. Doch während seiner Suche passieren einige unschöne Überraschungen, die einen allerdings zum Lachen bringen. Besonders unterhaltsam findet mein kleiner Rabauke, wenn die Stinktiere pupsen. Das Buch durfte ich schon einige Male vorlesen und immer wieder wird gelacht.

Nachdem Björn einen Tipp bekommt, findet er am Ende einen Platz für sein großes Geschäft, doch auch da steht plötzlich jemand in der Tür …

Der humorvolle Text ist nicht zwar nicht allzu lang, dennoch sehr passend. Genauso wie die Illustrationen von Mike Byrne. Diese sind stimmungsvoll und zeigen hervorragend, wie Bär sich fühlt. Es sind ausdrucksstarke, große Zeichnungen, die schön anzusehen sind.

Wir haben richtig Spaß, mit dem Bären Björn durch den Wald zu gehen und den richtigen Ort um ungestört zu sein, zu finden.

„Bär muss mal“ ist eine erfrischende Geschichte, die immer wieder vorgelesen werden soll. Wer was Unterhaltsames sucht, ist hier genau richtig.
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Mittwoch, 4. Januar 2023

[Rezension] Gute Nacht, lieber Traktor! von Natalie Mendes und Joachim Krause








Bildquelle: Loewe Verlag

 

Pappbilderbuch
Seiten: 22

Verlag: Loewe von Anfang an
Illustrationen: Joachim Krause
Alter: ab 2 Jahren
ISBN-13: 978-3-7432-1298-5

(Werbung da Rezensionsexemplar)


 
Wir haben schon ein paar Bücher der „Gute Nacht Reihe“ von Natalie Mendes. Dieses hier spielt auf dem Bauernhof und zeigt die einzelnen Fahrzeuge. Wieder ein Teil, der uns sehr gut gefällt.

Auf dem Bauernhof ist Erntezeit und natürlich viel zu tun. Es wird anfangs immer sehr schön gezeigt, was die Fahrzeuge gemacht haben und dann wie der Traktor ihnen eine gute Nacht wünscht. So lernt man die Arbeiten von Mähdrescher, Presse und Lader etwas näher kennen.

Der gereimte, nicht zu lange Text liest sich flüssig und am Ende kommt „Ich wünsche dir ’ne gute Nacht“, was sehr schön einprägsam ist.

Die Zeichnungen von Joachim Krause passen ganz wunderbar in die Geschichte. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht ist ihm gut gelungen und sorgt damit für die richtige Stimmung. Besonders schön sind die fröhlichen Gesichter der Fahrzeuge, die dadurch zum Leben erweckt wurden.

 
 
Nach getaner Arbeit besucht der kleine Traktor seine Freunde, um ihnen eine gute Nacht zu wünschen. Ein schönes Buch für ein abendliches Zubettgehritual.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)