Samstag, 2. Juli 2022

[Rezension] Die Fabrikantinnen -Schwesternbande von Sarah Lindberg








Bildquelle: Rütten & Loening Verlag

Klappenbroschur

Seiten: 408
Verlag: Rütten & Loening
Autorin: Sarah Lindberg
ISBN-13: 978-3-352-00975-4


(Werbung da Rezensionsexemplar)



Norddeutschland, Anfang der dreißiger Jahre. Die Schwestern Anni und Emmi sind grundverschieden. Bei einem Fest lernen sie den Fabrikantensohn Emil kennen. Für Emmi ist es Liebe auf den ersten Blick, doch Emil interessiert sich nur für Anni. Plötzlich ist Anni wohlhabende Gattin und als sie ein Kind erwartet, scheint da Glück perfekt. Doch dann passiert etwas Entsetzliches...


  
„Die Fabrikantinnen – Schwesternbande“ von Sarah Lindberg ist auf jeden Fall (m)ein Lesehighlight.

Diese Geschichte, der verschiedenen Schwestern Emmi und Anni Engel, die Anfang der dreißiger Jahre nahe Hildesheim spielt, ist so mitreißend, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Wir dürfen die beiden auf ihren Weg ins eigene Leben begleiten. Die Engel-Familie musste so viel Leid ertragen, dennoch kämpfen sie, sind optimistisch und man fühlt diese emotionale Geschichte förmlich. Obwohl die Schwestern so unterschiedlich in ihrer Art sind, haben sie eine innige Verbindung, die nicht reißen kann. Auch dann nicht, als Anni den Fabrikantensohn Emil heiratet, obwohl Emmi sich gleich in ihn verliebt hat. Es gibt einige Schicksalsschläge und Momente, wo ich als Leserin voller Mitgefühl und bangen war.

Die Autorin Sarah Lindberg, ein Pseudonym von Antje Szillat hat einen eindringlichen, wunderbaren Schreibstil. Man spürt förmlich, die Liebe zum Roman, der Teil ihrer eigenen Familiengeschichte ist.

Die Fabrik spielt nur eine Nebenrolle im Roman, wo man vielleicht durch den Titel etwas anderes erwartet, dennoch ist die Fabrik ein wichtiger Bestandteil. Am Ende wird dann mehr über die Fabrik geschrieben und auch Emil ist in seiner Art offener und präsenter als zu Anfang, was mir gut gefallen hat. Im September 2022 erscheint der zweite Band „Die Fabrikantinnen – Schwesternzeiten“ worauf ich mich schon sehr freue.

„Die Fabrikantinnen – Schwesternbande“ ist eine überaus emotionale und fesselnde Geschichte, die direkt ans Herz geht. Eine absolute Leseempfehlung von mir!

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Mittwoch, 29. Juni 2022

[Rezension] Tausend Gute-Nacht-Küsschen für dich von Katja Richert








Bildquelle: Arena Verlag


Hardcover
Seiten: 24

Verlag: Arena
Illustrationen: Julia Bierkandt
Übersetzung:
Alter: ab 2 Jahren
ISBN-13: 978-3401714684


(Werbung da Rezensionsexemplar)




Egal welches Tier noch nicht schlafen kann. Alle können am besten mit einem Gute-Nacht-Küsschen die Augen schließen. Was ist besser als nur einer? Tausend natürlich.

  
Wie der Titel schon sagt, geht es in „Tausend Gute-Nacht-Küsschen“ um ein Buch zur Schlafenszeit. In diesem Buch sind 11 Tiergeschichte zu finden und am Ende gibt es immer Küsschen zum besseren Einschlafen.

Die Geschichten sind genau richtig in der Länge. Nicht allzu lang, dass das Kind das Interesse verliert, aber auch nicht zu kurz. Es sind ganz unterschiedliche Geschichten. Es gibt einen müden Geburtstagselefanten oder eine Geschichte mit Aufwachküsse. Am liebsten wird hier die Geschichte mit den Ameisenküssen zugehört. Denn die Ameisen kitzeln beim Gute-Nacht-Küsschen geben.

Die Tiere sind schön groß illustriert und auch im Hintergrund gibt es viele schöne Dinge zu sehen. Eine liebevolle Gestaltung und die Farbumgebung sind passend zur Geschichte am Abend gewählt. Es sind verschiedene Tiere die man besucht, ihre Rituale kennenlernt oder mal was ganz Neues erlebt.

Ein tolles Gute-Nacht-Buch mit tausend Küsschen obendrauf zum besseren einschlafen.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 25. Juni 2022

[Rezension] Ein Mäusejahr ist wunderbar von Norman Klaar und Sébastien Braun









 
Pappbilderbuch:
Seiten: 18
Verlag: Magellan
Illustrationen: Sébastien Braun
Alter: ab 2 Jahren
ISBN-13: 978-3-7348-1595-9


(Werbung da Rezensionsexemplar)




Hier ist die kleine Maus zu Hause, was macht sie wohl über das Jahr? Begleite sie bei ihren Aktivitäten.

  
„Ein Mäusejahr ist wunderbar“ zeigt uns eine kleine niedliche Maus, die wir das Jahr über begleiten. Anfangs wird eine Übersicht gezeigt, wo die Maus zu Hause ist und dann wird jeder Monat einzeln gezeigt.

Die Aktivitäten sind immer passend zum Monat gestaltet und es ist schön zu sehen, was die Maus mit ihren Freunden unternimmt. Mal sind sie am See baden, hüpfen durch Matsche-Pfützen oder spielen verstecken. Dazu gibt es passend einen gereimten Zweizeiler, der sich flüssig lesen lässt.

Die Illustrationen sind hell, strahlen Fröhlichkeit aus und sind zart gezeichnet. Es macht Spaß, die Maus zu begleiten und die Ausgelassenheit zu sehen. Es gibt einige liebevolle Details und viel zum Bestaunen und darüber reden.

„Ein Mäusejahr ist wunderbar“ ist ein klasse Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren, das immer wieder Spaß macht anzuschauen.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Montag, 20. Juni 2022

[Rezension] Ein Lied für Molly von Claudia Winter








Bildquelle: Goldmann Verlag

 
Taschenbuch
Seiten: 480

Verlag: Goldmann
Autorin: Claudia Winter
ISBN-13: 978-3442492961


(Werbung da Rezensionsexemplar)




Die alleinerziehende Bonnie lebt mit ihrem Sohn Josh in Dublin. Im Bus finden die zwei ein Bündel handschriftlicher Musiknoten. Spontan verspricht sie ihren Sohn den Besitzer zu finden. Ihre Reise bringt sie nicht nur zum ehemaligen Starpianisten Robert Brenner, sondern an die Westküste Irlands, wo ein Familiengeheimnis auf sie warten.

  „Ein Lied für Molly“ von Claudia Winter ist ein herzerwärmender Roman, der im wunderschönen Irland spielt.

Diesmal habe ich etwas gebraucht um mich auf die Geschichte einzulassen und das trotz des bildreichen Schreibstils und die traumhafte Kulisse Irlands. Doch als es dann so weit war, konnte ich vollkommen darin versinken.

Es geht um die alleinerziehende Bonnie, ihrem Sohn Josh und dem ehemaligen Starpianisten Robert Brenner. Durch handgeschriebene Notenblätter, die Bonnie im Bus findet, kommen die drei zusammen und machen sich auf den Weg an die Westküste Irlands. Was sie hier erwartet, damit hat wohl keiner gerechnet.

Die Geschichte ist aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben. Sehr schön und vor allem bewegend fand ich die Rückblenden von Robert Brenner, um seine Vergangenheit zu verstehen. Aber auch Bonnie mit ihrem Sohn Josh sind ganz besondere Charaktere. Insgesamt sind alle sehr liebevoll mit ihren Ecken und Kanten gezeichnet, wie aus dem Leben geholt. Das mag ich immer besonders gerne an den Romanen von Claudia Winter.

Hier kommt so viel zusammen: Trauer, Leid, Glück, Liebe, Überraschungsmomente – das volle Programm an Gefühlen wird geboten und dadurch wird dieser wunderbare Roman noch länger im Gedächtnis bleiben. Claudia Winter wäre nicht Claudia Winter, wenn sie ihren Leser:innen nicht dieses unvergleichliche Leseerlebnis geben würde.


Mit „Ein Lied für Molly“ zeigt Claudia Winter wieder einmal ihre Leidenschaft zum Schreiben und bringt den Leser nach Irland, um eine unvergesslich schöne Geschichte zu erleben.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 18. Juni 2022

[Rezension] Fips Feuerwehr - Kleine Reifen, große Abenteuer von Michael Engler








Bildquelle: annette betz verlag

 
Bilderbuch
Seiten: 32
Verlag: Annette Betz
Illustrationen: René Amthor
Alter: ab 4 Jahren
ISBN-13: 978-3-219-11942-8


(Werbung da Rezensionsexemplar)



Fips kommt als einziges Feuerwehrauto ziemlich klein vom Band. Sie wird dadurch von den anderen großen Feuerwehrautos kaum wahrgenommen oder mitleidig angeschaut. Doch am Ende hat Fips ihren großen Moment und kann stolz auf sich sein.


  
„Fips Feuerwehr“ ist wieder eine wunderbare Geschichte aus der Feder von Michael Engler. Fips kommt als sehr kleines Feuerwehrauto vom Band und wird von den großen männlichen Feuerwehrautos belächelt. Doch Fips lässt sich von Anfang an nicht unterkriegen und ist sehr selbstbewusst, was mir richtig gut gefallen hat.

Fips schließt man sofort ins Herz und bewundert ihren Optimismus, ihren Mut, ihre Hilfsbereitschaft und ihr Selbstbewusstsein. Im Gegensatz zu den großen Feuerwehrautos ist sie sich für die kleineren Einsätze nicht zu schade und bekommt ihren großen Einsatz, an dem sie zeigen kann, dass man nicht so sein muss wie alle anderen, um Großes zu vollbringen.

Die Geschichte wird hier mehrmals täglich vorgelesen und auch abends zum Zubettgehen wird gleich Fips gesagt. Da ich die Botschaft des Buches überaus wichtig finde, lese ich es gerne vor. Wir sprechen auch darüber, dass man alles schaffen kann, egal was andere sagen, darüber wie gemein die anderen sind und wie wundervoll Fips, auf diese kleinen Sticheleien reagiert.

Die Illustrationen von René Amthor passen ausgezeichnet zur Geschichte. Es sind schöne große Zeichnungen, die das Geschehen wunderbar zeigen und besonders die Ausdrücke im Gesicht finde ich sehr gelungen.

Fips Feuerwehr sollte in keinem Kinderbuchregal fehlen. Eine großartige Geschichte mit einer wichtigen Botschaft und wunderbaren Illustrationen. Ein absolutes Lieblingsbuch!

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)