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Mittwoch, 10. Januar 2024

[Rezension] Grenzfall - In den Tiefen der Schuld (Band 4) von Anna Schneider









 

Krimi 
Band 4 / ?
Seiten: 400

Verlag: Fischer
Autorin: Anna Schneider
ISBN-13: 978-3-596-70819-2

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Der vierte Grenzfall Teil startet gleich spannend, so weiß man, dass die Kollegin von Chefinspektor Bernhard Krammer aus dem Büro gelaufen ist und seitdem vermisst wird. Keiner weiß, wo sie ist und ob sie mit der Leiche in ihrer Wohnung zu tun hat. Spuren führen nach Deutschland, wo sie zuletzt gesehen wurde und dann kommt Alexa Jahn, mit ihrem Kollegen dazu und gemeinsam beginnt die Suche nach Roza Szabo.

Wie immer freue ich mich, auf einen neuen Fall des Ermittlerteams Krammer und Jahn, auch wenn der eine vermehrt in Österreich ermittelt und die andere in Deutschland. So ist es immer wieder interessant wie sie gemeinsam agieren, trotz ihrer privaten Angelegenheit. Sie sind nicht immer einer Meinung, was mir besonders gut gefällt. Wenn man von Anfang an die zwei Charakterstarken Ermittler verfolgt, freut man sich immer, wie das Leben privat verläuft. Daher empfehle ich die Reihe von Anfang an zu lesen, obwohl die Fälle in sich abgeschlossen sind.

Anna Schneider schafft es, dass man als Leser die Gedankengänge und Ermittlungen nachvollziehen kann, dass es spannend bleibt und man unbedingt wissen will, wie alles zusammenhängt. Die kursiven Seiten sind in diesem Fall sehr emotional und ich habe richtig mitgelitten. Noch Tage später habe ich daran denken müssen. Das ist das besondere der Autorin, sie erschafft alles zum Leben und die Gefühle egal ob Angst, Wut oder Sorge werden sofort transportiert.

Zwischendurch weiß man nicht mehr, gehört Roza Szabo zu den Guten oder zu den Bösen, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Auch die Umgebung wird so beschrieben, dass man es genau vor Augen hat. Was ich ebenfalls erwähnen möchte, dass Anna Schneider immer interessante Themen für ihre Fälle aussucht und man hier keinen 08/15 Krimi zu lesen bekommt. Die Wasserwacht ist in diesem Fall eine große Hilfe und auch hier bekommt man so einiges zum Nachdenken mit.

Das Ende lässt einen zufrieden zurück und es bleiben keine Fragen offen.
Der vierte Band der Grenzfall Reihe kann hervorragend mit den anderen Teilen mithalten. Die Reihe flacht nicht ab und hat immer spannende und interessante Fälle zu bieten. Wer die Reihe nicht liest, verpasst etwas!

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Sonntag, 5. November 2023

[Rezension] Im Kopf des Bösen - Der Sandmann von Petra Mattfeldt und Axel Petermann








Bildquelle: Bloggerportal/blanvalet

 


True-Crime-KRIMI
Seiten: 368

Verlag: blanvalet 
Autoren-Duo: Petra Mattfeldt 
                       Axel Petermann
ISBN-13: 978-3764508319

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Auf das Cover von „Im Kopf des Bösen“ steht True-Crime-Spannung drauf und genau das erlebt man als Leser. Der Fall hat mich sehr mitgenommen, so werden kleine Jungs im Schlafanzug und einem Teddybären im Arm tot aufgefunden. Doch das letzte Opfer überlebt und kämpft derzeit im Krankenhaus um sein Leben, die ganze Zeit hofft und bangt man mit. Als wenn das nicht schon für eine Menge Spannung sorgt, den sogenannten „Sandmann“ endlich zu finden, gibt es weiter entfernt in Lübeck einen siebenfachen Mord an einer Familie, das aufgeklärt werden muss. Also zwei Fälle, die gelöst werden wollen und dafür sorgen, dass man sich nicht mehr vom Buch trennen kann. Denn langweilig wird es keinesfalls.

Allein die Fallanalytikerin Sophie Kaiser aus Hannover, die mit ihrem Asperger-Syndrom eine ganz andere Denkweise und Strategie verfolgt, ist unheimlich gut ausgearbeitet und ich fand ihre Gedankengänge mehr als interessant. Genauso gut ausgearbeitet ist der Kollege Leonhard Michels aus Lübeck und was mir besonders imponiert hat, dass Sophie sich bei ihm nicht verstellen brauchte. Sie sind ein starkes Team.

Man konnte den beiden jederzeit Folgen und verstehen, warum sie was machen und das zeigt, dass das Autoren-Team wunderbare Leistung vollbracht hat. Ebenfalls für Spannung sorgen die kursiven Seiten, die zwischendurch vorhanden sind.

Die Aufklärung am Ende ist schlüssig und ich fand das Nachwort, wo nochmal von dem echten Fall berichtet wird, sehr gut.
 


Ein perfektes Ermittlerteam, das einen spannenden Fall zu lösen hat und alles an ein True-Crime angelehnt, was will man mehr? Auf jeden Fall viele weitere gemeinsame Fälle!

 

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 11. März 2023

[Rezension] Die letzte Lügnerin (Band 3) von Florian Schwiecker und Prof. Dr. Michael Tsokos








Bildquelle: Knaur Verlag

 

Justiz-Krimi
Seiten: 272
Autoren: Florian Schwiecker 
und Prof. Dr. Michael Tsokos 
Verlag: Knaur TB
ISBN-13: 978-3-426-52845-7

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
„Die letzte Lügnerin“ ist der 3. Band rund um das Eberhardt/Jarmer Duo und ich war froh, dass endlich der Fall, der schon in den vorherigen Bänden angerissen wurde, endlich zum Thema wurde. Denn hier steht auch Roccos Vater im Visier.

Der Bausenator Dieter Möller wird auf allen Sendern in einem Video gezeigt, wo es um schmutzige Immobiliendeals geht. Kurz darauf wird ein Techniker des Videos ermordet aufgefunden. Die Beweise sprechen gegen Möller und schon sitzt er auf der Anklagebank wegen Totschlags.

Insgesamt ist es ein hochaktuelles Thema, kaum bezahlbarer Wohnraum in Berlin. Politik, Korruption und ein Mord stehen in diesem Fall an der Tagesordnung. Rocco Eberhardt, der sich Sorgen macht, dass sein Vater darin verwickelt ist, übernimmt kurzerhand Möllers Verteidigung. Gar nicht so einfach, da immer mehr Beweismaterial auftaucht.

Durch die sehr kurzen Kapitel, die immer wieder für einen Szenenwechsel sorgen, hat man das Buch schnell durchgelesen. Sehr spannend fand ich wieder mal die Szenen im Gerichtssaal und wie Rocco Eberhardt seine Verteidigung angeht. Genauso gut gelungen sind die Momente, wo es um das Privatleben geht, diesmal sind diese nicht allzu ausgeprägt. Was ich hier sehr schade fand, dass Dr. Jarmer eher in den Hintergrund gerutscht ist und Eberhardt so ein Tamtam wegen des Gesprächs mit seinem Vater gemacht hat. 
Wer gerne „Justiz-Krimis“ liest, ist mit dem 3. Band der Reihe rund um das Eberhardt/Jarmer Duo wieder mal gut bedient.

(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Sonntag, 5. Februar 2023

[Rezension] Die letzte Party von Clare Mackintosh








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

 

Kriminalroman
Seiten: 496
Autorin: Clare Mackintosh
Verlag: Droemer Knaur
Übersetzung: Sabine Schilasky
ISBN-13: 978-3-426-22800-5


(Werbung da Rezensionsexemplar)


 
Was soll ich sagen? Dieses Buch strahlt vor Spannung und man kann es kaum beiseitelegen, aber fangen wir vorne an.

Direkt am See eines kleinen walisischen Dorfes ist ein Luxusresort entstanden, was bei den Bewohnern schon zu Unmut führte. Auf der Silvesterparty von „The Shore“ wo Feriengäste aber auch Bewohner des Ortes sich versammeln, wird ausgiebig gefeiert. Doch am Ende treibt eine Leiche im See, die vom berühmten Rhys Llyod. Durch die Frage der Zuständigkeit kommen der britische Polizist Leo und die walisische Polizistin Ffion zusammen. Die zwei kennen sich bereits, das lest selbst.

Die Geschichte strotzt vor Verdächtigen, Geheimnissen und Intrigen. Jeder könnte was mit dem Tod vom berühmten Rhys zu tun haben. Er hat einige schon verärgert und ist hinter seiner Fassade ein schlechter Mensch. Für Ffion, die im Dorf jeden kennt, keine einfache Sache, dennoch sind ihre Ermittlungen professionell, ihre eigenen Geheimnisse, sorgen für noch mehr unerwartete Wendungen.

Insgesamt sind die Ermittler spezielle Charaktere, die aber gut zur Geschichte gepasst haben. Das Privatleben der zwei fand ich ebenfalls interessant, genauso wie die, der Bewohner und Verdächtigen. Davon gibt es übrigens einige, während des Lesens hat man schon jeden unter Verdacht, denn jeder hätte ein Motiv. Aber zum Glück behalten die Zwei einen kühlen Kopf.

Es gibt viele Perspektivwechsel und Zeitsprünge, was mich persönlich nicht gestört hat. Die walisischen Worte jedoch waren dann etwas gewöhnungsbedürftiger, mit der Zeit freundet man sich mit diesen zum Glück an.

Durch die überraschenden Wendungen, mit denen man nicht rechnet, wurde das Buch zu einem absoluten Pageturner. Kaum hat man gelesen, konnte man sich nicht mehr trennen. Wie ein Sog der einen nicht mehr loslässt, mit der drängenden Frage, wie wird alles aufgeklärt.



Wow! Was für eine spannende, aufregende Geschichte. Viele Verdächtige, Geheimnisse und unerwartete Wendungen, mit der einen Frage: Wer war es?!

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Samstag, 14. Januar 2023

[Rezension] Grenzfall - In der Stille des Waldes von Anna Schneider (Band 3)









 

Krimi
Seiten: 432
Autorin: Anna Schneider
Reihe: Band 3 / ?
Verlag: Fischer Taschenbuch
ISBN-13:


(Werbung da Rezensionsexemplar)


 
 „Grenzfall – In der Stille des Waldes“ ist der dritte Band der Krimi-Reihe von Bestsellerautorin Anna Schneider. Die Teile werden von Mal zu Mal immer spannender, komplexer und fesselnder.

Es ist einfach sagenhaft, wie die Autorin das deutsch-österreichische Ermittlerduo auf die Spuren des Bösen gehen lässt. So auch dieser Fall. In Österreich wird auf einer Baustelle durch Zufall Babykleidung in präparierten Tierkadavern gefunden. Das lässt einen doch schon schaudern und zack, ist man im Sog gefangen. Alexa hingegen, die eigentlich krankgeschrieben ist, bekommt Besuch von ihrem ehemaligen Kollegen und zusammen rollen sie einen alten Fall auf. Der falsche Mann wurde damals verhaftet.

Immer wieder bin ich erstaunt, auf welche Ideen Anna Schneider kommt und diese umsetzt. Es sind immer Themen, die überhaupt nicht langweilig sind, sondern das gewisse Etwas haben.

Die gesamte Geschichte ist durchgehend spannend. Obwohl Alexa und Krammer nicht viel gemeinsam ermitteln, stört das überhaupt nicht. Es ist alles stimmig, man hat zig Fragen im Kopf, die gestillt werden wollen und das so schnell wie möglich. Das Privatleben der Ermittler geht weiter und man erfährt wieder einiges von den Charakteren, was mir sehr gut gefallen hat.

Am Ende gibt es einen grandiosen Showdown, der hervorragend in das Gesamtbild passt. Alle Fragen werden beantwortet und es kommt ganz anders, als man erwartet. Voller Vorfreude warte ich jetzt auf Band 4 „Grenzfall – In den Tiefen der Schuld“ der im Februar 2024 erscheinen wird und ich hoffentlich wieder Testlesen darf.


Anna Schneider ist eine Meisterin bewegte Themen, interessante Charaktere und Spannung pur aufs Papier zu bringen. „Grenzfall – In der Stille des Waldes“ ist ein grandioser 3. Band.
 
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Mittwoch, 31. August 2022

[Rezension] Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders von Charlotte Blum








Bildquelle: Fischer Scherz Verlag

 
Historischer Krimi
Band 1 
Seiten: 416
Verlag: Fischer Scherz
Autorinnen: Charlotte Blum
ISBN-13: 978-3651001114


(Werbung da Rezensionsexemplar)



Baden-Baden 1922. Das Fräulein vom Amt Alma Täuber hört zufällig ein Gespräch beim Telefonschalten mit, in dem es um einen erledigten Auftrag bei den Kolonnaden geht. Dort wurde tatsächlich eine Frau ermordet aufgefunden. Niemand will Alma bei der Polizei glauben, bis auf Kommissaranwärter Ludwig Schiller. Zusammen begeben sie sich immer näher auf die Spur des Mörders.


  
Als ich von „Fräulein vom Amt“ gehört habe, war klar, das muss ich lesen. Nicht nur den Beruf, den Alma Täuber ausübt, fand ich interessant, sondern auch, dass es 1922 spielt, hier in Baden-Baden.

Alma hört zufällig beim Telefonschalten von einem Auftrag, der bei den Kolonnaden erledigt wurde. Hier wurde eine Frau ermordet aufgefunden, für Alma steht fest, das ist kein Zufall. Der Kommissaranwärter Ludwig Schiller ist, der einzige bei der Polizei der ihr glaubt und hilft. Genauso wie ihre Mitbewohnerin Emmi und Almas Cousin.

Die Idee hinter der Geschichte fand ich ausgezeichnet. Obwohl ich länger gebraucht habe, um darin zu versinken, konnte es am Ende vollends überzeugen. Einige Kapitel waren mitreißend und voller Spannung, andere hingegen zogen sich etwas, für meinen Geschmack durch zu viele Detaillierte Beschreibungen der Umgebung.

Die Charaktere sind großartig, alle sind gut ausgearbeitet und jeder hat das Gewisse Etwas. Die eigenständigen Ermittlungen von Alma sind nachvollziehbar und sie beweist eine Menge Mut. Szenen aus der Unterwelt liest man begierig. Aber auch das Leben von Alma und Emmi ist keinesfalls langweilig. Die Mischung ist hier sehr gut gewählt.

Das Ende ist völlig anders als erwartet und glänzt mit einem Schockierenden Moment.

Voller Vorfreude warte ich jetzt auf den nächsten Teil, der hoffentlich wieder eine fesselnde Geschichte bereithält.

„Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders“ glänzt nicht nur mit starken Charakteren, sondern auch mit spannenden Ermittlungen. Ein historischer Krimi, der insgesamt für packende Lesestunden sorgt.


(Ich vergebe 4 von 5 Feen)

Dienstag, 30. August 2022

[Rezension] Der 13. Mann von Florian Schwiecker und Michael Tsokos








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

 
Taschenbuch
Seiten: 336

Verlag: Knaur TB
Autoren: Florian Schwiecker, 
        Michael Tsokos
ISBN-13: 978-3-426-52844-0


(Werbung da Rezensionsexemplar)



  
„Der 13. Mann“ besticht mit einem Thema, das vor Grauen einen die Haare zu Berge steigen lässt.

Rocco Eberhard kann kaum fassen warum Timo Krampe in seiner Kanzlei ist. Timo Krampe gehört zum damaligen Granther-Experiment, wo Berliner Jugendämter die Kinder zu pädophilen Männern vermittelt haben. Zusammen mit seinem Freund Jörg wollte er ein Interview an die Presse geben. Doch kurz zuvor liegt dieser auf dem Tisch des Rechtsmediziners Justus Jarmer.

Dieses Thema ging mir sehr nahe. Immer wieder spukte es in meinen Kopf und auch jetzt, ist es einfach unfassbar schockierend. Noch schlimmer für mich, da im Nachwort steht, dass es wirklich ein ähnliches Experiment gegeben hat. Der Fall ist sehr spannend beschrieben, genauso wie die Fakten und Ermittlungen, schlüssig waren.

Die Charaktere sind ebenfalls sehr gut gezeichnet. Wieder wurde ein wenig Privatleben preisgegeben, allerdings nicht allzu viel. Der Fall stand ganz eindeutig im Vordergrund.

Man rast durch die Seiten und es gibt sogar gegen Ende eine Auflösung, mit der man nicht rechnet. Das hat mir gut gefallen. Was mir nicht zugesagt hat, war, wie bestimmte Akten plötzlich wieder aufgetaucht sind. Hier hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht. Es wurde in „Die 7. Zeugin“ wie auch hier in „Der 13. Mann“ von einer geheimen Ermittlung, in der Roccos Vater auch eine Rolle spielt, geschrieben. Doch kam leider dazu nichts weiter. Das fand ich sehr schade und eigentlich habe ich die ganze Zeit darauf gewartet.

Das Gerichtsverfahren, was gegen Ende stattfand, fand ich authentisch beschrieben und man konnte der Verhandlung folgen. Es war schlüssig und natürlich bin ich auf weitere Fälle von Rocco Eberhard und Justus Jarmer gespannt. 
 

„Der 13. Mann“ hat ein erschreckendes Thema, was einen noch länger verfolgen wird. Ein spannender Justiz-Krimi, den man nicht mehr beiseitelegen kann.

 
(Ich vergebe 4 von 5 Feen)