Freitag, 6. Oktober 2023

[Rezension] The way I used to be von Amber Smith









 

Young-Adult
Seiten: 384

Verlag: Adrian
Autorin: Amber Smith
Übersetzung: Ulrike Brauns
Alter: ab 14 Jahren
ISBN-13: 978-3985851423

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Was für eine Geschichte, die gefüllt ist mit vielen Gefühlen wie Wut, Selbsthass, Angst aber auch Liebe.

Eden versucht ihr Leben irgendwie wieder zu Leben. Nachdem sie von dem besten Freund, ihres Bruders vergewaltigt wurde, ist nichts mehr wie es mal war. Sie weiß genau, sie sollte darüber reden, aber schafft es einfach nicht. Sie zweifelt an sich, an Personen, die ihr nahestehen und versucht, mit aller Macht eine andere zu sein. Vom netten Mädchen hat sie die Schnauze voll, und sie entwickelt sich zu einer selbstzerstörerischen Persönlichkeit. Sie will keine Liebe empfinden, spielt mit den Jungs und trinkt gerne Alkohol. Das Verhältnis zu ihren Eltern wird noch schwieriger als es eh schon war, ihre beste Freundin entfernt sich immer weiter. Doch zwischendurch erlebt man dann immer wieder die Eden, die Gefühle kurz zulässt, die plötzlich mehr für einen Jungen empfindet, ihn aber erst recht auf Abstand hält.

Man spürt dieses Gefühlschaos sehr und auch was dieses schlimme Erlebnis der Vergewaltigung mit Eden gemacht hat. Es tat mir beim Lesen weh, damit meine ich nicht nur das, was ihr passiert ist, sondern auch das, was aus ihr geworden ist. Die Geschichte hat mich Wütend und Traurig zu gleich gemacht, tränen liefen mir während des Lesens und immer wieder hätte ich Eden gerne zur Vernunft gebracht. Ihre Eltern haben einen großen Teil versäumt und irgendwie waren diese für mich nicht greifbar, nicht liebevoll, vielleicht sogar nicht anwesend genug. Was ich mir allerdings gewünscht hätte.

Dieses Buch soll wachrütteln und anderen Mädchen den Mut machen, was zu sagen, sich nicht zu verstecken und nicht versuchen eine solche Tat zu verdrängen. Am Ende gibt es ein kurzes Nachwort und Hilfsangebote, an die man sich wenden kann, was ich sehr gut finde.
 

 
Edens Geschichte lässt einen nicht so schnell los. Besonders die Tatsache, dass vielen jungen Frauen schon so etwas Schreckliches widerfahren ist.

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Freitag, 29. September 2023

[Rezension] Monstersee von Leo Timmers








Bildquelle: aracari Verlag

 

Kinderbuch
Seiten:

Verlag: Aracari
Illustrationen: Leo Timmers
Übersetzung: Eva Schweikart
Alter: ab 6 Jahren
ISBN-13: 978-3-907114-29-2

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Leo Timmers hat mit Monstersee wieder einmal ein tolles Kinderbuch geschrieben, das mit wenig Worten aber dafür eindrucksvollen Illustrationen punktet.

Die Vier Enten möchten ein Abenteuer erleben und gehen daher zum See. Doch Erik hat ein wenig Angst, denn es soll ein großes Ungeheuer darin wohnen. Laut den anderen drei Enten braucht er nichts zu befürchten. Doch plötzlich schaut Erik, der als letzter in der Reihe schwimmt, nach unten. Als er Monster ruft, wird er nicht ernst genommen und Erik alleine erlebt Tief unten im Wasser sein ganz eigenes beeindruckendes Abenteuer, was er hinterher niemanden erzählt.

Eine sehr schöne Geschichte, die zeigt, dass man sich seine eigene Meinung bilden sollte. Man über sich hinauswächst und Selbstvertrauen haben sollte. Aber auch wie schnell man sich einer Gruppe fügt, obwohl man ja eigentlich Angst verspürt. Das Buch ist für Kinder ab 6 Jahren angedacht, aber hier wird es trotzdem gerne angeschaut und vorgelesen. Liegt aber mehr am großen Monster im See lebt.

Die Illustrationen spielen sich hauptsächlich unten im See ab. Oberhalb sieht man nur die Enten schwimmen, was aber gut gewählt ist, da man sich nicht von zu viel Drumherum ablenken lässt. Besonders schön ist in der Mitte die Doppelseite, die man aufklappen kann, hier entdeckt man noch mehr kunterbunte Fische, aber auch einiges an Unrat, was nicht in den See gehört.


Leo Timmers zeigt in Monstersee, dass ein Buch nicht viel Text benötigt, um Eindruck zu schinden. Eine besondere Geschichte, die mit starken Illustrationen glänzt.
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Montag, 28. August 2023

[Rezension] Das St. Alex - Abendstern von Anne Lück (Band 3)








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

 

New Adult
Band 3 / 3
Seiten: 384
Verlag: Knaur TB
Autorin: Anne Lück
ISBN-13: 978-3-426-52999-7

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Abendstern ist leider der dritte und damit letzte Band der St. Alex Krankenhaus Reihe von Anne Lück. Darüber bin ich sehr traurig und hätte mir noch weitere Teile gewünscht.

In diesem Band geht es um die junge Krankenschwester Maya, die von ihrer Station auf die Intensivstation für einige Wochen versetzt wird.
Sehr schön zeigt hier Anne Lück, wie anstrengend, emotional und verantwortungsvoll diese Arbeit auf einer solchen Station ist. Diese ist von Leid, aber auch Glück geprägt. Der Arbeitsalltag kommt hier nicht zu kurz und gibt einen grandiosen Einblick, der einem oft zu Herzen geht.

Maya ist eine lebensfrohe Person, die gerne mal über sich selbst lachen kann und das macht man als Leser:in ebenfalls häufig. Auf der Station möchte sie alles richtig machen und das neue Team werden zu Freunden. Da ich den Klappentext vorher nicht gelesen habe, wusste ich nicht, wohin die Reise von Maya gehen wird, doch schnell ahnt man es.

Diese Anziehung genauso wie das Gefühlschaos, was auf beiden Seiten herrscht, ist nachvollziehbar und authentisch. Es wird nichts überstürzt und glänzt mit einer Zartheit, die greifbar ist. Mit langsamen Schritten kommen die zwei sich näher, dann entfernen sie sich wieder, aus Angst oder auch Überforderung, was ebenfalls für mich sehr lebensecht war.
Die ganzen Charaktere sind wundervoll beschrieben und einige hätten noch viel Potenzial für eine eigene Geschichte gehabt.

Leider ist die Reihe rund um das St. Alex Krankenhaus beendet. Dabei könnte noch so viel erzählt werden. Man bekommt authentische Charaktere, eine wundervolle Liebesgeschichte und einen tollen Einblick in den Krankenhausalltag geboten. 

(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

[Rezension] Martin Rütters Hundewimmelbuch von Martin Rütter und Jannes Weber









 

Wimmelbuch
Seiten: 20
Autor: Martin Rütter
Verlag: Kosmos
Illustrationen: Jannes Weber
Alter: ab 3 Jahren
ISBN-13: 978-3-440-17494-4

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Dieses Wimmelbuch von Martin Rütter und seiner Hündin Emma bietet einiges zu entdecken und ist äußerst unterhaltsam. Einige Gesichter und Hunde sieht man auf jeder Seite bis zum Schluss, was sehr schön ist.

Es gibt Szenen im Park, am Meer, in der Hundeschule, in der Stadt bei Schnee und am Ende im Theater.

Es macht richtig Spaß durch die Seiten zu blättern, man sieht einige verwunderliche Aktionen (ein Schwein an der Leine, Kinder auf einem Sofa), genauso viele Momente über die man richtig Lachen kann. Unterschiedliche Menschen mit ihren Hunden, manche Hunde haben Ähnlichkeit mit dem Herrchen/Frauchen oder sind einfach richtig frech. Martin Rütter ist mit seiner Emma auf jeder Seite zu sehen und zwischen den großen Wimmelbildern gibt es noch zusätzliche Szenen der Zwei.

Es gibt jedes Mal neues zu entdecken durch die vielen kleinen Details auf den Seiten und die Illustrationen sind richtig klasse und passend.

Martin Rütters Wimmelbuch ist nicht nur was für Hundefans. Hier wird jeder seine Freude haben und auch mal richtig Lachen.
 
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)

Sonntag, 20. August 2023

[Rezension] Inselsehnsucht von Gabriella Engelmann








Bildquelle: Droemer Knaur Verlag

 

Roman
Band 5 der Büchernest Reihe
Seiten: 320

Verlag: Droemer Knaur
Autorin: Gabriella Engelmann
ISBN-13: 978-3-426-52506-7

(Werbung da Rezensionsexemplar)


  
Inselsehnsucht ist der 5. Band der »Büchernest« Reihe, rund um die Sylter Buchhandlung, der aber ganz eigenständig gelesen werden kann.

Wenn ich von den Freundinnen Lissy, Bea, Vero und Nele lese, ist es wie nach Hause kommen. Endlich wieder in der Buchhandlung »Büchernest« und erfahren, wie es den Frauen ergangen ist. Auch in diesem Teil erfahren wir wieder so einiges, denn jede der Frauen, hat ihre ganz anderen Sorgen und Probleme, was sehr authentisch ist. Als Vero und Bea sich zerstreiten, sorgt man sich um die zwei. Besonders gut hat mir die lebensfrohe Rieke in diesem Teil gefallen, die viel frischen Wind in die Buchhandlung bringt.

Was ich ausgesprochen gut finde, ist, dass Gabriella Engelmann nicht nur die Sonnenseiten Sylts präsentiert, sondern auch die Sorgen der Insulaner, aufzeigt. Das Setting wird sehr schön beschrieben und man riecht die salzige Meeresluft, hört die rauschenden Wellen und wird in den Urlaub katapultiert.
Inselsehnsucht schreibt Geschichten wie aus dem Leben, einschlagende Veränderungen, Ängste, die man als Mutter hat, eine Midlifecrisis und auch Existenzängste. Jede der Frauen kommt in ihren Kapiteln eigens zu Wort, was dafür sorgt, dass man jede auf ihre Art versteht.

Ein Buch, das man gerne liest und sich ungern von trennen mag.

Wer einen schönen Urlaubsroman sucht, der nicht nur voller Heiterkeit ist, dafür voller authentischer Frauen gespickt ist, sollte Inselsehnsucht von Gabriella Engelmann unbedingt lesen!
 
(Ich vergebe 5 von 5 Feen)